Veränderungen…

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Kennt ihr diese Momente im Leben, in denen man merkt, das es Zeit, ist etwas zu verändern? Egal ob man mit der Arbeit, der Wohnung oder einfach mit der Frisur unzufrieden ist? Mir geht es seit einiger Zeit genauso. Allerdings auf ganz anderer Ebene.

Ich setzte mich auf meine Art und Weise seit 2010 für Literatur ein. Hier auf meinem Blog, auf werliestwannwo.de, mit bloggerschenkenlesefreude.de und seit neusten auch mit literaturrezensionen.de. 

Es sind viele Baustellen, es waren sogar schon mal mehr. Auf „Wer liest wann wo“ geht mir Doreen zur Hand, sie ist aktuell die treibende Kraft dort, ich verwalte mehr. Sie stellt 99% der Lesungen ein, schreibt Buchhandlungen an, macht Werbung. Ohne sie wäre es dort extrem still.

Blogger schenken Lesefreude hat immer Ende des Jahres bis April des nächsten Jahres Saison. Aber auch dort ist ein wenig die Luft raus, es ist halt schon „normal“ nicht mehr so aufregend wie am Anfang.

Und dann gibt es ja noch diesen Blog. Auch hier ist schon alles 08/15. Das Gefühl, die Begeisterung der ersten Jahre ist raus. Ich schreibe, weil ich weiß „ich muss mal wieder was Neues bringen“. Was aber noch viel schlimmer ist, ich fühle mich nicht mehr als „die Pudelmütze“. Die Pudelmütze war mein ich von vor 8 Jahren. Die Mitte zwanzig gerade hinter mir gelassen, noch jung genug das ich das Kreischen auf Buchmessen verstand, wenn man sich sah. Auch wenn ich nie dazugehörte, aber es war ok. Inzwischen nervt mich dieses Getue, dieses gekünstelte. Ich bin älter, reifer geworden und habe so langsam das Gefühl aus den Kinderschuhen heraus gewachsen zu sein. Dann ist da aber dieser Blog, mit Beiträgen, die ich heute sicher so nicht mehr verfassen würde, bei denen ich immer überlege, diese zu löschen. Aber mein erwachsenes „Ich“ weiß, man löscht keinen Content. Zudem wäre dann immer noch die Mütze da.

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Ich kämpfe gerade mit mir, was ich machen soll, ich baue gerade nebenbei einen neuen Blog auf, einen der meinem jetzigen ich mehr entspricht. Und der namentlich so neutral gehalten ist, das ich mich traue wieder ich zu sein und nicht eine Kunstperson, die ich hier in den letzten 2-3 Jahren mir zugelegt habe, auch wenn sie an mein eigenes ich immer angelehnt war. Ich habe immer versucht jünger zu erscheinen, als ich bin. Nicht, weil ich nicht so alt sein will, wie ich bin, sondern um mit den ganzen jungen Bloggern mithalten zu können und weil ich immer noch gerne Kinder- und Jugendbücher lese. Natürlich nicht nur, aber die Leichtigkeit, die darin versteckt ist, das nicht groß nachdenken müssen und einfach mal ein Abenteuer erleben dürfen mag ich einfach. Genauso liebe ich inzwischen aber auch so richtig klassische Schnulzen mit extra viel Schmalz. Ich liebe aber auch Bücher wie Und Gott sprach: Wir müssen reden! von Hans Rath, mit einem feinen Humor. Diese Rezension ist übrigens eine der meist gesuchten hier auf dem Blog bzw. einer der Beiträge über den ich häufig über Google gefunden werde. Und da kommen wir auch zum Knackpunkt, warum ich nicht so einfach hier abtreten mag. Google mag diesen Blog, ich habe sehr viele Besucher, die mich schlichtweg über meinen Content finden. Ich lebe, neben meinen Stammlesern, viel von Google. Wenn ich monatlich schaue, sind 50 % Menschen, die nach älteren Beiträgen suchen bzw. über diese auf meine Seite finden, teilweise sogar mehr. Ich habe eine unglaubliche Reichweite, selbst wenn ich großzügig all das was nicht Bot´s sind und evtl. mit in die Statistik greift noch abziehe. Mit einem neuen Blog würde ich wieder bei 0 beginnen. Will ich das? Was mir aber am meisten Angst macht, kommen meine Stammleser mit? Also alle, die den Text bis hierhin gelesen haben? Menschen, die mich hier schon seit Jahren begleiten? Auf euch mag ich am wenigsten verzichten. Und würdet ihr eine neue Ausrichtung bzw. Schreibweise akzeptieren? Ich stelle mir momentan viele Fragen und es werden stündlich und täglich mehr. Zudem muss ich eine Endscheidung in Bezug auf werliestwannwo treffen, ich liebe dieses Projekt und doch habe ich das Gefühl, das es in Doreens Hände besser passt, sie frischere Ideen hat. Aber mag ich das Baby, das ich seit Anfang an begleitet und seit 4 Jahren meins nennen darf, abgeben?

Seid gewiss, ich werde euch genau auf dem Laufenden halten. Doreen weiß übrigens bis heute noch nichts von meinen Gedanken. 😉

 

Die Lilien-Reihe 2: Die Nacht der Lilie von Sandra Regnier (Hörbuch)

Die Lilien-Reihe 2: Die Nacht der Lilie Book Cover Die Lilien-Reihe 2: Die Nacht der Lilie
Sandra Regnier
Fiction
Impress
6. August 2015
310

Ich hasse dieses Buch! Warum? Weil es so gar nicht war, wie ich es mir vorgestellt habe. Falls ihr euch jetzt denkt, dass es handwerklich schlecht war, kein Spannungsbogen vorhanden ist oder gar der Sprecher totalen Bockmist gebaut hat, den muss ich enttäuschen. Es war vielmehr so das, wenn ich Buch lese oder höre ich es in Gedanken schon weiter spinne. Und hier kam alles so was von anders. Ich kann von diesem Buch nichts verraten, ohne das ihr etwas erraten könntet und auch wenn ich es hasse, war es eines der überraschendsten Enden, die ich seit langen hatte.

Selbst kaum ein Krimi schafft es mich so sehr zu verwirren, meine Gefühle für ein Buch so stark zu verändern und mich so sehr an der Nase herum zu führen. Sandra Regnier ist mit diesem Fallstrick etwas Besonderes gelungen, dass die wenigsten Autoren beherrschen und doch hasse ich dieses Buch, weil es nicht das von mir ersehnte Ende hatte.

Die beiden Lilien-Bücher sind es allemal Wert gelesen zu werden und doch weiß ich, nicht ob ich diese Reihe jemals wieder hören möchte.

Seit Julia durch eine ungewollte Zeitreise an den Versailler Hof des 17. Jahrhunderts gesprungen ist, hat sich ihr Leben von Grund auf verändert. Neben dem ungewohnt höfischen Leben unter der Obhut des Grafen von Montsauvan ist sie nun als Mündel des Sonnenkönigs selbst anerkannt worden. Ein Schutz, der mehr Gefahren als Sonnenseiten in ihren Alltag bringt. Doch Julia ist fest entschlossen, das Beste aus ihrem Leben zu machen und sich auf eigene Beine zu stellen. Nach wie vor gibt sie die Hoffnung nicht auf, irgendwann wieder in ihre Gegenwart zurückkehren zu können. Um wie viel leichter wäre das aber, wenn ihre einst so unschuldige Zuneigung zum Grafen sich nicht mit jedem Tag vertiefen und verändern würde ... Dies ist der zweite und letzte Band der Lilien-Reihe. //Textauszug: »Ich warne dich, Etienne. Kehr nicht wieder den Lehrer raus. Ich bin nicht mehr deine Schülerin. Ich bin deine Frau!« »Als solche hast du mir Treue und Gehorsam gelobt, erinnerst du dich?«, knirschte er zwischen den Zähnen. »Ehrlich gesagt nicht, weil ich in jenem Augenblick ziemlich benommen war. Kannst du mir bitte beim Öffnen des Oberteils helfen?« Sie hatte bereits drei Knöpfe geöffnet und drehte sich ihm nun zu. »Julia?«, fragte Etienne heftig atmend. »Versuchst du etwa mich abzulenken, indem du mich verführst?«//

Warum ich mich nicht beim Buchblog-Award beworben habe

Heute lese ich minütlich in meiner Timeline, das man doch bitte für den und den Blog abstimmen soll. Damit war klar, die Abstimmphase bei diesem „Buchblog-Award“ ist gestartet. Ich habe das nicht wirklich verfolgt, oder nur bis zu dem Punkt, wo ich mitbekam, das im ersten Schritt keine Jury entscheidet, sondern das „gemeine Volk“.

Aber was stört mich daran?

Es gab schon mal, vor einigen Jahren, einen ähnlichen Preis. Damals hat eine Buchbloggerin gewonnen, die am meisten verlost hat. Sie hat einfach ein Gewinnspiel draus gemacht, die Leute haben für Sie abgestimmt und ihr den „Nachweis“ geschickt und konnten so was gewinnen. Es gab Gewinne im Wert von 200 €. Reizvoll für viele sicher, aber sie konnte mit dem ersten Platz 1000 € gewinnen. Sie gewann natürlich, die Preise, die sie ausschrieb, waren sehr hochwertig. Viele Blogger die damals einen qualitativ weitaus besseren Blog hatten schauten in die Röhre.

Dieses Mal dürfen zuerst auch wieder die Leser abstimmen, ich warte schon auf den Moment, wo ich die ersten Gewinnspiele sehe, um auf Stimmenfang zu gehen. Das „gute“ daran ist aber das anschließend eine „Fach-Jury“ entscheidet, wer gewinnt. Ob da aber dann die Blogs dabei sind die qualitativ die besten sind, sei dahingestellt. Wer weiter kommt, entscheiden ja nicht sie. Sie müssen aus dem Rest dann das Beste machen.

Ich bin gespannt, wohin das jetzt laufen wird und ob sich wieder einige Blogger daneben benehmen werden. Ob so ein Preis notwendig ist, bezweifle ich. Denn wenn man mal ehrlich ist, sind 99 % der Buchblogger Hobbyblogger und viele noch minderjährig. Mit Eintritt in den Berufsalltag, Studium oder Ausbildung verschwinden die Blogs dann auch oft wieder.

Ich persönlich hoffe nur, das Blog gewinnt, dessen Betreiber/in es als Hobby macht und kein Semi-Professioneller. Ich selbst werde niemanden meine Stimme schenken, denn ich lese täglich viele tolle Blogs und für mich braucht es keinen Award, der sagt „Das ist der beste Buchblog 2017“.

Fast ein Date von Catherine Bybee (Hörbuch)

Fast ein Date Book Cover Fast ein Date
Catherine Bybee
2014
Hörbuch
Coverbild audible.de
1477825363

Jessica Mann ist alleinerziehende Mutter. Sie arbeitet als Kellnerin und muss sich auf das Praktische im Leben beschränken. Deshalb hat sie keine Zeit auszugehen, um jemanden kennenzulernen und wenn, dann müsste es schon ein reicher Mann sein, damit sie ihrem Sohn eine bessere Zukunft bieten könnte.

Eines Tages kommt Jack Morrison in das Restaurant, in dem sie arbeitet. Er trägt Cowboyhut und Jeans, ist äußerst charmant, sehr sexy und er scheint nur wenig Geld zu haben. »Jessie« versucht sich gegen seine Flirtversuche zu wehren, denn als unbekümmerter Träumer könnte er ihr die finanzielle Sicherheit, die sie braucht, nicht bieten. Doch bald fällt es Jessie immer schwerer, dem attraktiven Cowboy aus Texas zu widerstehen. Außerdem steht Weihnachten vor der Tür, da ist niemand gerne allein.

Jack ist als reicher Erbe der luxuriösen Morrison Hotels daran gewöhnt, dass ihm die Frauen zu Füßen liegen. Aber er möchte eine Frau, die ihn liebt – und nicht sein Geld. Er verliebt sich in Jessie, obwohl ihre Abwehrhaltung wenig Erfolg verspricht. Jack hält seine wahre Identität geheim und bietet Jessie bei der Suche nach einem reichen Mann seine Hilfe an. Doch Jacks wagemutiges Schauspiel könnte seinen größten Weihnachtswunsch platzen lassen.

Die Lilien-Reihe 1: Die Stunde der Lilie von Sandra Regnier

Die Lilien-Reihe 1: Die Stunde der Lilie Book Cover Die Lilien-Reihe 1: Die Stunde der Lilie
Sandra Regnier
Juvenile Fiction
Impress
7. August 2014
362

**Von der Autorin der Pan-Trilogie!** Es sollte ein gewöhnlicher Ausritt nach einem anstrengenden Schultag werden. Niemals hätte sich die sechzehnjährige Julia träumen lassen, dass es sie an der mit Lilien gesäumten Weggabelung aus dem Deutschland der Gegenwart ins Frankreich des 17. Jahrhunderts verschlagen würde. Und das ohne eine Möglichkeit der Rückkehr. Von einem Tag auf den anderen muss sich Julia den Sitten des Versailler Königshofes anpassen und zu allem Übel auch noch Französisch lernen. Glücklicherweise bekommt sie jedoch einen einflussreichen Vormund an die Seite gestellt: Etienne Flémont, den Grafen von Montsauvan. Ein Mann, der ihr Schicksal noch weitreich beeinflussen soll... //Textauszug: Sie schlug sich fest auf die Wange. Es klatschte, schließlich brannte es, und als sie die Augen öffnete, sah sie dem in Kniehosen und einer langen Weste gekleideten Grafen in die Augen. »Ihr habt eine sehr eigenartige Weise, Euch aufzuwecken«, sagte Montsauvan und wieder durchdrang seine Stimme sämtliche Schichten ihrer Haut. Julia kam zu der kläglichen Einsicht, dass der Traum kein Traum war. Sie war in Versailles, nur mit einem Hemdchen bekleidet und darin bis eben noch den Blicken eines Mannes ausgesetzt, der aussah wie einer der drei Musketiere. Wenn man mal von seiner allzu gesunden Gesichtsfarbe und dem amüsierten Gesicht absah. Sie war in Versailles. In der Vergangenheit. Im Jahr 1677 genau genommen.//

Hundeschule, ja oder nein?

Einige wissen es ja, seit einigen Monaten wohnen 2 Fellbündel wieder bei uns. So ohne ging es ja für uns gar nicht, auch wenn wir unsere Lola noch unendlich vermissen und täglich an sie denken, wollten wir nicht ohne Fellnasen sein.

Wie auch schon mit Lola haben wir uns bewusst für eine Hundeschule  entschieden, inkl. Spielstunden. Denn eine gute Ausbildung ist da A und O für ein gutes Zusammenleben haben wir gedacht. Bis wir an unsere Hundeschule geraten sind. Seitdem sind wir nicht mehr so sicher ob Hundeschulen immer gut sind. Sicher, sie können helfen aber sie können auch viel kaputt machen.

Ich möchte euch hier von meinen Erfahrungen mit meiner Hundeschule erzählen, es gibt sicher viele tolle im Land und mit Lola hatten wir auch eine die war einfach top. Vielleicht lag es auch daran das wir sehr hohe Ansprüche hatten. Leider war diese aber jetzt zu weit weg für uns, sonst hätten wir dort gerne wieder gebucht.

Wir hatten uns im Vorfeld einige angesehen, einige schieden für uns von vorn herein aus, bei der, die wir hatten, hatten wir aber ein sehr gutes Gefühl. Die Dame die uns alles zeigte schien Ahnung zu haben, das was sie sagte machte Sinn. Wir sind ja keine totalen Anfänger und doch ist es ja so dass jeder Hund sein eigenes Wesen und Charakter hat. Also entschieden wir uns für diese. Zum Glück haben wir vereinbart dass wir Staffelweise zahlen, sonst wären wir vermutlich nicht so einfach raus gekommen.

Leider hat nicht die Dame den Unterricht geleitet die uns auch herum geführt hat, sondern eine Mitarbeiterin. Aber dazu möchte ich später kommen. Denn morgens von 9:30 – 10:30 gab es immer Welpenspielen. Unsere beiden waren hier immer sehr schüchtern und versteckten sich lieber hinter allen möglichen Beinen oder spielten lieber miteinander. Es wurde meist immer erst zum Ende einer Stunde besser, bzw. später hatten sie auch ihre „Buddys“. Die Gruppe bestand aus allen Rassen, egal ob Chihuahua oder aber Wolfshund. Grundsätzlich erst mal gut, aber oft hatten entweder die großen oder kleinen keine richtigen Spielpartner weil nun mal kein anderer in der Größe da war. Nach einer Stunde toben ging es dann anschließend total müde und kaputt heimwärts um dann 2,5 Stunden später wieder da sein zu müssen. Wir hatten es nicht weit, aber auch so hatten die beiden nur 1,5 Stunden zum Erholen. Wer schon mal Welpen hatte, weiß das das nicht reicht unbedingt. Unseren zumindest nicht. Was uns dort aber schon sauer aufstieß, entweder es wurde gar nicht auf die Gruppe geachtet, die Besitzer sollten nicht eingreifen, oder aber alle Hunde waren plötzlich total Böse. (Das war nicht nur in der Welpengruppe so, sondern auch noch bei den Jugendlichen, bei den Erwachsenen hat es besser geklappt, da waren aber auch andere Trainer im Einsatz) Entwickelten sich Vorzugsweise gerade zum Beißer, unsere stellten nur noch, der was weiß ich. Die Woche vorher, wo sie nicht auf die Gruppe richtig achteten, war das Verhalten aber noch ok. Fast jeder Hund war mal dran, bis auf ihre Lieblinge.

Nach den 1,5 Stunden ausruhen, standen wir also mit 2 eigentlich viel zu müden Hunden wieder auf dem Platz. Die Gruppen, das muss man ehrlich sagen, waren angenehm klein. Allgemein gab es nur Gruppen mit 3 – 5 Hunden. Man fing mit den typischen Dingen an: Sitz, Platz und „Bei Fuß“. Leinenführigkeit wurde (obwohl es eine Gruppe für die ganz jungen war) leider gar nicht trainiert. Das hätte ich mir vor „Bei Fuß“ gewünscht. Wir hatten schon vorher spielerisch Sitz und Platz geübt. Es klappte bei weiten nicht immer und nicht perfekt, aber doch schon ganz gut. Wir haben es so wie bei unserer alten Hündin unseren beigebracht. Tja, was soll ich sagen. Es war total falsch und wir mussten die Hunde umlernen. Diese sind dabei so durcheinander gekommen, dass sie gar nicht mehr wussten was sie tun sollen. Es hat einige Zeit gedauert bis sie sich wieder sortiert hatten und inzwischen machen wir es wieder wie früher. Auch „Bei Fuß“ gehen war nicht so einfach, es wurde zwar aufgebaut, aber innerhalb von 2 Wochen sollte es perfekt funktionieren. Mal ehrlich. Welcher Welpe schafft das? Klar kann man Grundzüge lehren, aber je nach Laune kann ein 16 Wochen alter Hund dann schon mal sagen ich habe null Bock. Nachdem wir uns einen riesen Anschiss abgeholt hatten (bzw. diverse Vorhaltungen) warum wir nicht üben und wie dumm unser Hunde sind, haben wir nicht mehr weiter dort gemacht. Wir sollten anhand von Erklärungen wissen wie wir was machen sollen, es wurde nicht gezeigt. Dort wo wir früher waren, hatte die Trainerin immer einen Hund aus der Gruppe genommen und gezeigt wie wir es versuchen sollen. Das fehlt hier gänzlich und die Trainerin wurde immer sehr ungehalten wenn ein Teilnehmer das nicht verstand wie sie es meinte. Wenn man dann was sagte wurde gekeift.

Das alles hat uns schon sehr aufgeregt. Aber der Brüller kam noch. Wir hatten unsere Hunde auf den Klicker konditioniert. Einfach weil es eine tolle Möglichkeit ist, die Aufmerksamkeit der Hunde auf einen zu lenken und dafür zu sorgen das diese sich gut Konzentrieren bzw. auf einen. In den Hundespielstunden hörten wir immer ein Klickern, wir haben erst gedacht das einer der anderen Besitzer klickert und wunderten uns auch warum unsere Hunde ständig zu der Trainerin (die auch diese „Beaufsichtigte“) rannten. Tja was soll man sagen, sie hatte selbst einen Hund der, wenn sie nicht im selben „Raum“ ist alles zusammen kläfft. Durch das klickern hat    sie ihn trainiert das er ruhig bleibt. An sich ja gut, aber unsere haben ihre Belohnung erwartet die sie in dem Stadium ja immer noch bekommen haben für jedes klickern. Sie bekamen keine und nahmen den Klicker daher bald nicht mehr ernst. Das sie es war die geklickert hat, fanden wir übrigens in unserer letzten Stunde raus.

Aber ist das ein Grund nun alle Hundeschulen zu verteufeln? Nein, sicher nicht. Aber man sollte sich auch mal trauen eine abzubrechen wenn man merkt, dass diese nicht die richtige für seine Hunde ist. Wir haben uns übrigens keine andere gesucht und haben die Ausbildung selbst in die Hand genommen, ich denke dass es auch ganz gut geklappt hat (bzw. klappt). Was aber nicht heißen soll, das wir uns nicht Hilfe suchen würden, wenn wir merken das wir alleine nicht mit einer Herausforderung klar kommen.

Was mich interessieren würde, welche guten oder schlechten Erfahrungen habt ihr mit Hundeschulen gemacht?

 

Ach ja, ich habe hier in diesem Beitrag extra nicht den Namen genannt. 😉

Rezension: Gustaf Alter Schwede von Claus Vaske

Gustaf Alter Schwede Book Cover Gustaf Alter Schwede
Claus Vaske
Fiction
HarperCollins
2. January 2017
240

Heja, hier ist Gustaf: der fröhlichste Schwedenimport seit ABBA! Wo ist bloß der Haken? Das fragt sich Familie Baumann noch, als der Möbelwagen vor ihrer jüngst zum Schnäppchenpreis erstandenen Traumvilla im rheinischen Rotthoven vorfährt. Zu Recht: Hätte sie gewusst, dass ihr fortan Gustaf, der 411 Jahre alte Schwede, Hausgeist, Trunkenbold und Schwerenöter, das Leben zur Hölle macht, hätte sie ihre großen und kleinen Krisen sicher anders zu lösen versucht. Aber wenn Gustaf nicht gewesen wäre, hätten sie vielleicht beinahe ihr Glück verpasst ...

Mein Fazit:

Der gute Gustaf macht es mir echt schwer, denn ihn zu bewerten ist gar nicht so einfach. Denn obwohl er so ein arroganter Arsch ist, der säuft, randaliert und Familie Baumann doch so sehr ärgert, muss man ihn doch irgendwo mögen.

Falls ihr euch fragt, wer Gustaf ist, möchte ich euch diesbezüglich aufklären. Gustaf ist ein 400 Jahre alter Schwede, bei dem Alter ist wohl klar das er toter als tot ist und sein Schindluder als Geist treibt, denn auf ihm lastet ein Fluch. Nun wird es schwer, etwas über die Story zu erzählen, ohne zu Spoilern. Gustaf geht den Baumanns zumindest tierisch auf dem Geist und sie versuchen ihn los zu werden. Gerade Frau Baumann, Psychologin ihres Zeichens, hat ein besonders großes Problem mit ihm, da Geister nur ihre Patienten sehen.

Gustaf nervt sich fast vollständig durch das Buch, einerseits ist das ja sein Job, aber irgendwann ist er selbst mir auf den Geist gegangen. Besonders sein „Heja“ nervt und ich habe es schon mehrfach das Gefühl gehabt das ich es sogar real gehört hätte. Die Baumanns sind eine, vermutlich mehr oder minder, ganz normale Familie. Inklusive den normalen Problemchen (wenn man mal von Gustaf absieht).  Ich glaube das wollte der Autor auch genau erreichen. Ein extrem nerviger Geist, der in eine eher sehr seicht dahin plätschernde Handlung.

Ich mag dem Buch daher nicht mehr als 3 Sterne geben, da mir doch irgendwo was gefehlt hat. Die Baumanns selbst waren mir, trotz starker Charaktere, zu durchschaubar und glatt.

Luzifer junior 1 – Zu gut für die Hölle von Jochen Till

Luzifer junior 1 - Zu gut für die Hölle Book Cover Luzifer junior 1 - Zu gut für die Hölle
Jochen Till
Juvenile Fiction
Loewe Verlag
13. March 2017
192

Ein Teufel in der Schule – der Comic-Roman um den Höllensohn Luzifer bietet Lesespaß und viel Grund zum lauthals lachen für Mädchen und Jungen ab 10 Jahren. Zahlreiche humorvolle Bilder illustrieren Luzifers Abenteuer in der Hölle und im strengen Jungeninternat. Wer Gregs Tagebuch mag, wird Luzifer junior lieben! Luzifer junior lebt als Sohn des Teufels in der Hölle und soll den "Laden" einmal übernehmen. Pech nur, dass sein Papa findet, Luzie sei für den Job noch viel zu lieb. Prompt schickt er ihn zum Praktikum auf die Erde. Denn wo bitte schön kann man das Bösesein besser lernen, als bei den Menschen? So landet Luzie im Sankt-Fidibus-Institut für Knaben. Da soll er sich bei Torben und seiner Bande abgucken, wie man so richtig fies und gemein sein kann. Die Frage ist nur, ob Luzie das überhaupt will!

Mein Fazit:

In diesem Jahr auf der Leipziger Buchmesse gab es wenige Bücher, von denen ich gesagt habe „die muss ich unbedingt lesen“. Dieses gehörte zu den wenigen. Gerade Kinder- und Jugendbücher finde ich besonders wichtig und der Loewe Verlag ist einfach ein Garant für tolle Kinder- und Jugendbücher. Schon auf der Buchmesse habe ich einen ganzen Teil dieses Buches inhaliert.

Natürlich habe ich an dieses Buch einen anderen Anspruch als an ein Buch für Erwachsene und dennoch genieße ich diese Bücher. Jochen Till hat einen extrem sympathischen Luzifer Junior geschaffen, dem es so schwer fällt böse zu sein. Als Sohn vom Teufel also keine guten Voraussetzungen. Luzifer Junior wird also dorthin geschickt, wo es genug böse gibt. Auf die Erde. Genauer gesagt in ein Internat. Als Sohn vom Teufel ist er sehr behütet in der Hölle aufgewachsen, er kennt das Leben auf der Erde nicht und vieles, was für uns normal ist, davon hat er noch nicht mal was gehört. Unterhosen z. B.. Mehr will ich auch darüber nicht verraten 😉

Durch diese Kleinigkeiten, entsteht eine ganz eigene Situationskomik, die die Mundwinkeln immer mal wieder zum Zucken bringen. Die Geschichte selbst ist auch in sich schlüssig. Zumindest soweit es geht, denn es geht ja immer noch um den Sohn des Teufels und  Dämonen sind. Neben Luzie möchte ich noch sein „Haustier“ einen Dämonen und Gestaltwandler erwähnen. So sympathisch mir Luzie von Anfang an, ging mir Cornibus von Anfang an auf die Nerven.

Insgesamt kann ich dieses Buch empfehlen, denn es hat eine wirklich wichtige Botschaft, die aber gerade die jungen Leser selbst entdecken sollten.

Gewinner Blogger schenken Lesefreude

Ja ich weiß, ich habe lange gebraucht, aber leider schlägt manchmal das leben einfach zu. Daher schon mal vorab haben die Gewinner 14 statt 7 Tage Zeit sich zu melden, also bis zum 02.06.2017.

Ich will auch gar nicht so ein riesen Tamtam veranstalten und haue lieber direkt die Gewinnerin der Überraschungsbuches raus. Es ist Anja Möllers. Glückwunsch.

Tja und wer bekommt Friesenherzen und Winterzauber? Es ist Nele E..

Meinen Glückwunsch euch beiden,  schreibt mir bitte mit Buchtitel im Betreff kurz eine Mail an mail ät pudelmuetzes-buecherwelten.de

Strandfliederblüten von Gabriella Engelmann (Hörbuch)

Strandfliederblüten Book Cover Strandfliederblüten
Gabriella Engelmann
Fiction
Knaur eBook
31. March 2017
384

In ihrem neuen Urlaubs-Roman entführt Gabriella Engelmann ihre Leserinnen und Leser erneut an die Nordsee-Küste. Vor der atmosphärischen Kulisse einer Hallig, geprägt von Wellen, Sonne und Wind, lässt die Spiegel-Bestseller-Autorin ihre aus Hamburg stammende Heldin Juliane nicht nur ihr eigenes Leben neu definieren, sondern auch ein Familien-Geheimnis aufdecken und Wege finden, achtsam mit sich selbst und anderen umzugehen. Denn in Julianes Leben überstürzen sich gerade die Ereignisse. Neben einer großen Enttäuschung in Sachen Liebe und dem Verlust ihres Jobs erhält sie überraschend die Nachricht, dass ihre Großmutter Ada, mit der sie nie Kontakt hatte, ihr ein Haus samt zugehörigem Leuchtturm auf der Hallig Fliederoog hinterlassen hat. Einmal dort angekommen, ist Juliane wie verzaubert – von Adas liebevoll eingerichtetem Zuhause, das das ihre werden könnte, von den besonderen Menschen auf der Hallig, von der unvergleichlichen Natur der Nordsee-Küste und von den Ausblicken und Einsichten, die man nur auf einem Leuchtturm erleben kann und von denen Juliane schon als Kind träumte. Vor allem aber ist sie fasziniert von ihrer Großmutter selbst, die in Briefen, Büchern und in den Erinnerungen ihrer Freunde und Bekannten lebendig wird. Und die für eine Art zu leben stand, die Juliane zunächst ein wenig fremd ist, sie dann aber immer mehr begeistert und dazu animiert, ein achtsames Leben im Einklang mit sich und der Natur zu führen. „Gabriella Engelmann: Expertin für kluge Romanzen.“ Für Sie „Gabriella Engelmanns Romane sind Wohlfühl-Bücher für den Strandkorb, die das Herz erfreuen, aber den Verstand nicht beleidigen.“ Elmshorner Nachrichten

Mein Fazit:

Es gibt Bücher über die man eigentlich nicht viele Worte verlieren muss. Dieses gehört eindeutig dazu. Ich selbst habe es als Hörbuch gehört und bin einige Zeit darum rum geschlichen. Ich wusste nicht ob ein komplizierter Familienroman so recht was für mich ist. Denn eigentlich ist es genau das. Nur auf einer Hallig und doch in Hamburg. Juliane erbt von ihrer Großmutter, die sie nicht kennen gelernt hat, auf der Hallig Fliederoog  einen Leuchtturm und einen Bauernhof. Juliane liebt zwar das Meer und fühlt sich auf den friesischen Inseln sehr heimisch und doch ob so eine Hallig das richtige für sie ist weiß sie nicht. Was sie aber vielmehr umtreibt ist, warum Ihre Mutter sich in Schweigen hüllt. Nach und nach bekommt sie durch die Hallig Bewohner einen Einblick in das Leben ihrer Familie und kommt so auch dem Familiengeheimnis auf die Spur. Außerdem gibt es da noch diese Mysteriösen Ringe die zu einer Geheimgesellschaft oder ähnlichen gehören zu scheinen. Dieses Geheimnis möchte nebenbei auch noch gelöst werden. Also viel zu tun.

Bei Gabriella Engelmann stehen aber auch neben der Geschichte auch die Inseln oder wie hier die Hallig im Mittelpunkt. Man merkt ihren Büchern immer wieder an, dass sie viel Zeit mit Recherche verbringt. Fliederoog gibt es nicht wirklich, es ist eine von ihr erdachte Hallig. Das was ich von Halligen weiß passt auch zu Fliederoog.

Wenn man ein Buch als Hörbuch hört, übernimmt einen wichtigen Teil auch der Sprecher bzw. wie hier die Sprecherin. Lara Joy hat Strandfliederblüten eingesprochen und Juliane aber auch allen anderen Protagonisten eine tolle Stimme und auch ein tolles Flair gegeben.

Dieses Buch sollte jeder dieses Jahr im Urlaub mit dabei haben. Auch wenn man – rein vom Klappentext her – denkt dass es ein Buch mit großen Problemen ist, kommt es locker leicht daher. Ein idealer Sommerroman.

Meinungen weiterer Blogger zu diesem Titel findet ihr übrigens auf Literatur Rezensionen.