12 Fragen an…

Meine ersten 12 Fragen gehen an Gerd Ruebenstrunk.

Als erstes möchte ich mich bei Gerd für die beantwortung dieser Fragen bedanken.

Ich hoffe euch allen ist Gerd Ruebenstrunk bekannt, er ist der Autor von Arthur und die vergessenen Bücher und Arthur und der Botschafter der Schatten.

Aber nun möchte ich euch nicht länger das Interview vorenthalten, ich habe es natürlich 1:1 übernommen und nichts verändert oder verbessert.

 

12 Fragen an…..

 

1. Welches war Ihr bisher erfolgreichstes Buch, was Sie bisher veröffentlicht haben?

 

Da meine Veröffentlichungsliste noch überschaubar ist: Bislang war “Arthur und die Vergessenen Bücher”, der erste Band der Arthur-Trilogie, das erfolgreichste Buch.

 

 

2. Hätten Sie sich jemals träumen lassen das genau dieses Buch so erfolgreich werden würde?

 

Nicht wirklich, weil es sich nicht eindeutig in eine Schublade einordnen lässt. Für ein Fantasybuch hat es zu wenig Fantasy und für einen Abenteuerroman zu viel Fantastik. Aber es scheint doch eine Menge Leser zu geben, denen das gefällt.

 

3. Wann können wir etwas Neues von Ihnen erwarten?

Bereits im Januar. Dann erscheint der dritte (und vorerst letzte) Band über die Vergessenen Bücher. Und ein paar Monate später kommt dann mein erster Roman für ältere Leser bei Piper Fantasy heraus.

 

4. Mögen Sie uns schon einmal ein wenig aus Ihrem neuen Buch verraten?

Die Fragen, die bei den ersten beiden Arthur-Bänden offengeblieben sind, werden alle im dritten Band beantwortet (hoffe ich jedenfalls .. ;-)). Diesmal müssen Arthur und Larissa zunächst nach Edinburgh reisen und dann in die Große Arabische Wüste, wo sie persönlich den Schatten gegenübertreten müssen.

 

5. Wie entwickeln Sie die Charaktere? Steckt hier viel von lebenden Personen drin oder sind diese immer fiktiv und keiner lebenden Person nachempfunden?

Es ist immer eine Mischung. Natürlich lasse ich mich von wirklichen Personen anregen, aber dann entwickeln die Figuren beim Schreiben oft ein Eigenleben, das rein fiktiv ist.

 

6. Ist es für Sie schwierig auch mal eine Figur sterben zu lassen und tut Ihnen das so weh, als ob Sie einen Freund verlieren würden? Oder sind es für Sie wirklich nur Romanfiguren?

Ich hoffe, ich nehme jetzt den Lesern nicht allzu viele Illusionen, aber es sind für mich in der Tat nur Romanfiguren. Und als Autor ist der Tod einer Figur manchmal eine befriedigendere Lösung als sie weiterleben zu lassen, weil man dann ja auch wissen muss, wie es weitergeht mit ihr.

 

7. Wie kommen Sie auf die Geschichten in Ihren Büchern? Diese fallen in der Regel ja nicht vom Himmel?

Doch, tun sie. 😉 Ich setze mich nicht hin und grüble über eine neue Story nach. Meistens ist es wirklich ein zufälliger Gedanke, der einfach so in meinem Kopf auftaucht und der die Keimzelle eines neuen Buches darstellt. Die Ausarbeitung ist dann natürlich eine Fleißarbeit. Und manchmal verändert sich die Ausgangsidee dabei ganz gewaltig.

 

8. Schreiben Sie erst einmal einfach drauf los oder lassen Sie sich beim Schreiben von der Geschichte führen? (Mal abgesehen von evtl. Nachforschungen, die getätigt werden müssen)

Nein, ich schreibe nicht drauflos. Das habe ich bei meinen ersten drei (unveröffentlichten) Büchern gemacht. Heute strukturiere ich jedes Buch grob durch, mache einen Kapitelplan (der sich natürlich ändern kann) und entwickle Charakterisierungen der Personen. Das erleichtert mir dann die Schreibarbeit, die oft unter Termindruck stattfindet, ungemein. Trotzdem bleibt immer noch genug Raum, damit sich die Geschichte in Richtungen entwickeln kann, die ich vorher nicht geplant habe.

 

9. Brauchten Sie viele Anläufe um einen Verlag für Ihre Bücher zu finden?

Ja und nein. Meinen ersten Fantasyroman für junge Leser habe ich zwanzig Verlagen angeboten, und alle haben abgelehnt. Dann habe ich damit zehn Literaturagenturen angeschrieben, und alle haben ebenfalls abgelehnt. Michaela Hanauer, meine jetzige Agentin, hat mich dann aber nach ihrer Absage angerufen, um sie zurückzuziehen. Sie sah für meine “Siebenwelt”-Septalogie zwar keine aktuelle Chance, fand meinen Schreibstil aber gut. So hat sie mir ein erstes Buchprojekt bei Loewe vermittelt. Das war ein Ratekrimi über Rudolf Diesel in einem vorgegebenen Format. Viel kreatives Austoben war da also nicht angesagt, aber es war ein veröffentlichtes Buch, das dann beim Kontakt zu arsEdition sicher geholfen hat. Insgesamt hat es von meiner ersten Aussendung bis zur Veröffentlichung von Arthur drei Jahre gedauert. Das ist dann doch recht schnell, finde ich.

 

10. Können Sie eigentlich noch ein Buch lesen, ohne zu denken:“Oh, das hätte ich anders oder besser gemacht?“

Aber sicher. Ich denke im Gegenteil immer “Oh, der/die macht das viel besser als ich” oder “Warum kann ich das nicht so gut wie der/die?” Ich vergleiche mich nicht mit anderen Autoren, weil ich weiß, wie schwer es ist, ein Buch zu schreiben und auch, wie viel ich noch zu lernen habe. Außerdem steige ich selten so intensiv in die Geschichten ein, die ich lese, um sie strukturell zu analysieren. Ich lese zum Glück Bücher immer noch als begeisterter Bücherleser, der sich entführen lassen will, und nicht als Kritiker oder Analytiker.

 

11. Was machen Sie, wenn Sie nicht gerade schreiben? Haben Sie noch einen Hauptberuf? Oder ist Schreiben ihr einziger Broterwerb?

Schreiben ist schon mein einziger Broterwerb. Allerdings nicht das Schreiben von Büchern. Ich arbeite seit fast 30 Jahren als Werbetexter und Kreativdirektor für Agenturen. Zwischendrin habe ich mal fünf Jahre TV gemacht, unter anderem als Chefautor bei Endemol für „Wie Bitte?!“ und „Versteckte Kamera“.

 

12. Was muss hier noch unbedingt gesagt werden? Hier haben Sie den Platz dafür.

Vielen Dank für die Gelegenheit, diese Fragen beantworten zu können. 

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