Rezension: Weiß wie Schnee, Rot wie Blut, Grün vor Neid von Gabriella Engelmann

Basics:

Titel: Weiß wie Schnee, Rot wie Blut, Grün vor Neid
Verlag: Arena Verlag
ISBN: 978-3-401-06488-8
Preis: 13,95
Seiten: 264

Cover:

Wie ihr seht habe ich dieses Buch als Hörbuch gehört. Das Cover ist, wenn man ehrlich ist, zwar schön aber so wirklich passen tut es meiner Meinung nach nicht. Auch das Buchcover finde ich zwar schön, aber auf Schneewittchen kommt man dadurch nun wirklich nicht…

Daher hier auch nur:

Klapptext:

Bella würde alles dafür tun, die Schönste zu sein – doch ihre hübsche Stieftochter Sarah ist ihr dabei ein Dorn im Auge. Nach einem Mordanschlag muss Sarah um ihr Leben fürchten und flüchtet in eine WG. Die sieben Jungs – genannt „Die Zwerge“ – kümmern sich rührend um ihre Mitbewohnerin und Sarah wähnt sich in Sicherheit. Doch als sie einen Modelvertrag unterschreibt und sich in den attraktiven Felix verliebt, setzt Bella alles daran, ihre Konkurrentin ein für alle Mal aus dem Weg zu räumen …

Der Klapptext sagt im großen und ganzen aus was einem in diesem Buch erwartet. Ich finde ihn definitiv besser als bei 100 Jahre ungeküsst, da beides aus dem selben Verlag und von der selben Autorin kommen ziehe ich hier ausnahmsweise mal den Vergleich. Auch macht dieser Klapptext Lust darauf das Buch zu lesen.

Daher hier auch:

Meine Meinung:

Meine Märchenfee (Anm. d. Red. Gabriella Engelmann) erwartet von mir hier sicherlich nichts “normales” sondern vielmehr sehr viel Ironie. Soll sie auch bekommen. Aber vorher möchte ich euch noch sagen das mir das Buch sehr gut gefallen hat, auch wenn ich jetzt gleich “aushole” am Ende komme ich dann nochmal auf das “positive” zurück, weiter lesen lohnt sich also!

Also liebe Märchenfee los geht´s!

*Ironie an*

Meine Märchenfee musste ja schon Dornröschen verunstalten, naja, oder in das heutige Hamburg versetzten… hat aber leider den Krebs übersehen, wer die Rezi gelesen hat weiß wovon ich schreibe. Aber sie hat ja schon zwei weitere traditionelle Märchen in ein neues Gewand gebracht, unter anderen eben auch Schneewittchen. So weit so gut, ich muss zugeben ich habe mir diesmal nicht nochmal das Original gelesen habe, aber auch so erinnere ich mich ganz gut an das Original. Natürlich wurde das auch wieder von den beiden Brüdern verfasst welche, naja, wenn man sich die Originale mal durchliest, heute an keinem Lektor mehr vorbei kommen würde…

Ich habe ja der Märchenfee schon das eine oder andere Mal vorgehalten nur unter LSD zu schreiben, auch diesmal muss sie was genommen haben… denn mal ehrlich, wer kommt auf die bescheuerte Idee Schneewittchen mitten nach Hamburg Langenhorn zu setzen und sie in die Schanze zum ausgehen zu schicken? Oder auf den Kiez? Sorry, ich glaube das original Schneewittchen wäre nie auf die Idee gekommen, die war viel zu lieb um so was zu machen, denn mal ehrlich, welches Kind welches seinen Vater verehrt und kurz nach seiner Geburt seine Mutter verliert würde wohl ständig auf die Piste gehen? Ok, bei der Stiefmutter verstehe ich es ja das man sich besaufen muss um sie zu ertragen…

Naja und die steht ja nun mal auch mit im Mittelpunkt… denn die ist extrem eifersüchtig auf Sarah, wie Schneewittchen bei meiner Märchenfee heißt. Und versucht ihr ans Leder zu kommen… mit Hilfe eines “Kiezschlägers” oder zumindest einer Person der man im dunklen nicht unbedingt begegnen möchte. Und auch die “alte” will Sarah umbringen, leider so ziemlich genauso wie die Gebrüder Grimm Schneewittchen… es war mal wieder zu hervorsehbar! Man hätte doch auch mal was “neues” machen können, was modernes. Ok, sie hat die heutigen Schwierigkeiten eingebaut wenn es um die Beschaffung von Gift geht, aber sonst… neeee….

Auch die “sieben Zwerge” kommen bei ihr vor. Tut mir leid aber Zwerge mitten im Karolinenviertel? Wer soll so einen Quatsch glauben!? Auch wenn es hierfür eine gute Erklärung gibt, aber ich frage mich wo sind die sieben Berge? (In Hamburg im Zentrum gibt es keine Berge Zwinkerndes Smiley )Von denen habe ich nichts gehört, oder überhört…!? Und genau das hätte mich wirklich interessiert, auch wie sich die Zwerge benehmen, ihr alter, ihre Art und ihre Probleme, sorry vieles gab es im Original nicht und einiges hat mir gefehlt oder passte nicht….

Ein letztes hab ich noch, was mir so richtig gefehlt hat. Ein Highlight war als Kind immer der Sarg aus Glas in dem Schneewittchen lag nachdem sie den vergifteten Apfel gegessen hat. Der fehlt! Das ist auf Fauxpas der nicht entschuldbar ist, als ich mir vornahm dieses Buch als Hörbuch zu lesen und mich nochmal zurück erinnerte was mich immer an Schneewittchen als Kind fasziniert hat dann war das der Apfel (davon kommen genug vor) und der Sarg aus Glas. Dafür müsste ich 10 Mützen abziehen! Genauso das Ende, es ist viel zu freundlich, denn im Original muss die böse Stiefmutter in rotglühenden Eisenpantoffeln solange tanzen bis sie tot zusammenbricht. Hier? Fehlanzeige! Ok, das mit der Folter ist schon lange Out, aber sie kommt mir viel zu nett davon. Und auch sonst geht alles viel zu Glatt aus. Ich geb ja zu das ich Romanfiguren mit denen ich mitfiebere nur das beste Wünsche aber andererseits fehlt dann am Ende das was ein “gutes” Ende ausmacht, nämlich das was offen bleibt, das etwas nicht so zu ende geht wie man es sich für die Figuren die man mag wünscht, etwas was im Gedächtnis bleibt. Bücher die zu glatt ausgehen, sind aus den Augen – aus dem Sinn. Liebe Märchenfee das möchte ich das nächste mal besser lesen!

*Ironie aus*

So aber nu nochmal im ernst. Ich mag den Stil der Märchenfee, ihre Art wie sie Dinge zu Papier bringt. Ihre Märchenbücher sind ja ab 12 geeignet und so genannte All Age Bücher. Daher ist es ja besonders schwer eine Sprache zu finden die 12-jährige verstehen und erwachsene noch mit klar kommen. Wie schon im ersten Buch welches ich von ihr gelesen habe war dies der Fall. Aber hier brauchte ich ein wenig bis ich ins Buch “rein kam”, besonders weil ich es diesmal nicht als Buch sondern Hörbuch vor mir hatte. Aber nach den ersten Kapiteln war ich drin und wollte natürlich auch wissen wie die Märchenfee es umgesetzt hat, mal davon abgesehen das es dann ja doch irgendwann spannend wurde Zwinkerndes Smiley

Auch die Geschichte hat sie gut in die heutige Zeit übertragen, auch wenn mir einiges einfach “fehlte”. Aber sie wollte ja nicht das Original abschreiben, sondern ihre ganz eigene Version eines Schneewittchens erschaffen und das hat sie definitiv. Sie hat es einfach wieder einmal wundervoll umgesetzt und eine schlüssige Story aus einem alten Schinken gemacht den meine Mutter mir früher immer vorgelesen hat bevor ich schlafen musste (also ein Märchen von vielen).

Daher gebe ich hier auch ohne groß zu überlegen:

Ein Gedanke zu “Rezension: Weiß wie Schnee, Rot wie Blut, Grün vor Neid von Gabriella Engelmann

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