Rezension: Acht Wochen verrückt von Eva Lohmann (Hörbuch)

Basics:

Titel: Acht Wochen verrückt
Verlag: steinbach sprechende bücher
ISBN: 978-3-86974-097-3
Preis: 19,99
Hördauer: 275 Min.

Cover:

Das Cover zeigt ein Kalenderblatt welches zerrissen ist mit einer 8 drauf. Was genau gepasst hätte weiß ich nicht, aber schlecht ist es nicht. Man könnte hier eine Menge hinein interpretieren, die zerrissene Seele oder aber auch wenn man nachzählt für jeden auf dem Cover befindlichen Streifen eine Woche.

Daher hier von mir:

                                       

Klapptext:

VERRÜCKT IST RELATIV.
Mila, noch keine dreißig, ist unendlich müde und traurig. Der Job frisst sie auf und der Sinn ihres Daseins ist ihr aus dem Blick geraten. Mit Depression und Burnout wird sie in eine psychosomatische Klinik eingewiesen – und niemand, der an einen solchen Ort kommt, ist normal, oder? Aber wie verrückt ist Mila eigentlich? Und wie kann man unter solchen Umständen überhaupt den Weg zurück ins Leben finden?
Die gekonnt weibliche Selbstironie und die scharfe Beobachtungsgabe der Autorin lässt den Hörer bedauern, wenn er sich der achten Woche und somit dem Ende des Romans nähert.
»Die authentische, ehrliche Art des Erzählens, mit Platz für Humor, aber nicht für Pauschalurteile, macht ‚Acht Wochen verrückt‘ zu einer spannenden, unterhaltenden Lektüre.« Südwest Presse
»’Acht Wochen verrückt‘ ist leichte Lektüre über schweren Stoff: Achtsamkeit mit sich selbst zu lernen.« FAZ

Der Klapptext trifft den Inhalt auf den Punkt ohne zu viel zu verraten, ich sage einfach nur top, dieser hat bei mir Lust auf mehr geweckt.

 

Meine Meinung:

Anfang des Jahres habe ich euch ja erzählt das es dieses Jahr bei mir zwei Leseschwerpunkte geben wird. Einer davon wird genau dieses Thema sein, Burn-out bzw. auch Depression. Leider sind diese Themen in den letzten Jahren mit Prominenten Beispielen durch die Presse gegangen, aber ich denke auch das es wichtig ist die Menschen für solche Krankheiten zu sensibilisieren.

Dieses Hörbuch hat mit tief ergriffen, warum? Es ist schonungslos. Und es ist autobiografisch. Es ist also alles echt, oder zumindest sehr nah an der Realität soweit dies wohl für ein Buch möglich ist. Und ich finde es sehr stark von Frau Lohmann das sie ihre Erlebnisse in der “Klapse” niederschreibt und dieses dann wirklich auch noch veröffentlichen lässt.

In diesem Buch ist Mila die Hauptperson, noch keine 30 und müde und traurig. Ich habe teilweise ein Problem über dieses Buch zu schreiben, einfach weil es sehr berührt, denn es ist nicht so wie in schlechten Filmen wo die “verrückten” in der “Klapse” einfach an Betten gefesselt werden oder mit starken Beruhigungsmitteln ruhig gestellt werden. Nein, es ist eher so das diese einen “normalen” Klinikalltag haben. Nur das statt der Körperlichen leiden, die Seelischen im Mittelpunkt stehen. Es gibt auch Behandlungen, einige in der Gruppe und Einzelgespräche. Alles hört sich nicht schlimm an, aber es scheint sehr schwer zu sein, denn wer beschäftigt sich schon gerne mit seinen Problemen? Ach ja, Medikamente gibt es natürlich trotzdem. Auch ich kenne eine ganz liebe “verrückte” die redet dann immer von “Spaßmachern”, ich finde den Begriff sehr nett. Ach ja, die erklärte mir auch mal wie der Begriff “verrückt” eigentlich gemeint ist. Und zwar ist es so das in der Seele etwas verrückt ist, so wie man auch einen Stuhl verrückt, und der Psychiater, oder wer auch immer darf es dann wieder zurechtrücken. Also eigentlich gar nix schlimmes. Aber dennoch ein Tabu Thema in der heutigen Zeit und ich muss sagen ich finde es schade.

Mila kommt übrigens sehr authentisch herüber, ich war von Anfang an mit ihr und ihrer Geschichte warm, der Erzählstil ist locker leicht und das bei einem so sensiblen Thema. Man nimmt Frau Lohmann ab das es wirklich so läuft wie sie es beschreibt, es passt alles irgendwie in einander. Ob es wirklich so ist weiß ich natürlich nicht, aber die Klinik scheint recht nett zu sein (inkl. Essensbuffet Zwinkerndes Smiley ), nein im ernst… sie geht auch auf scheinbare Kleinigkeiten ein wie das Essen, denn in Kliniken ist das doch der Höhepunkt des Tages. Oder mehr die Frage “was gibt es heute zu essen und ist die essbar”.  Als das Hörbuch zu Ende war, war ich traurig, denn ich hätte gerne noch weiter gehört…

Jedem der ein wenig mehr über die Welt der “verrückten” oder über Burn-Out erfahren will sollte sich dieses Hörbuch anhören, aber auch ein paar Taschentücher bereit legen, denn dieses Hörbuch berührt. Und mich mit einem Buch zu berühren so das ich das eine oder andere Taschenbuch brauche ist schon sehr schwer.

Daher hier auch

Ach ja, ein Nachsatz noch, ich mach mir seit diesem Buch auch ein paar Gedanken, vor allen nachdem ich dieses Interview auf Planet Wissen gelesen habe. Denn in so einigen finde ich mich wieder… ich sage da nur u.a. Perfektionismus… so ich gehe eben nochmal den Beitrag kontrollieren und dann poste ich ihn Smiley mit geöffnetem Mund

Ein Gedanke zu “Rezension: Acht Wochen verrückt von Eva Lohmann (Hörbuch)

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