Rezension: Shades of Grey – Geheimes Verlagen von E. L. James

Basics:

Titel:  Shades of Grey
Verlag:  Der Hörverlag
Preis:  14,99

Cover:

Das Cover verrät in keinster Weise worum es sich bei diesem Buch/Hörbuch handelt. Schön ist es, keine Frage aber keinen Hinweis worum es geht. Und ehrlich? Ich denke es ist besser so!

 

Klapptext:

Sie ist 21, Literaturstudentin und in der Liebe nicht allzu erfahren. Doch dann lernt Ana Steele den reichen und ebenso unverschämt selbstbewussten wie attraktiven Unternehmer Christian Grey bei einem Interview für ihre Uni-Zeitung kennen. Und möchte ihn eigentlich schnellstmöglich wieder vergessen, denn die Begegnung mit ihm hat sie zutiefst verwirrt. So sehr sie sich aber darum bemüht: Sie kommt von ihm nicht los. Christian führt Ana ein in eine dunkle, gefährliche Welt der Liebe – in eine Welt, vor der sie zurückschreckt und die sie doch mit unwiderstehlicher Kraft anzieht…

 

Hier wird schon klar, es ist keine Liebeschnulze im üblichen Sinn, das Buch strotzt vor Sex und zwar kein Blümchensex! Aber so wirklich auf das Vorbereiten auf das was den Leser erwartet tut dieser Klapptext nicht!

 

Meine Meinung:

Die Rezension fällt mir etwas schwerer, denn ich muss aufpassen was ich schreibe damit diese Jugendfrei bleibt.

Aber zuerst muss ich euch gestehen das ich einige Zeit überlegt hatte ob ich dieses Buch wirklich lesen/hören muss. Aber irgendwie zog es mich an, ob die PR Wirkung gezeigt hat  oder einfach die Tatsache das sämtliche Medien darüber diskutieren – keine Ahnung.

Ich hatte es mir zuerst als E-Book besorgt und angefangen zu lesen. Der Schreibstil ist sehr „einfach“, teilweise sehr naiv. So wie ich euch hier schreibe ist auch dieses Buch geschrieben. Viele kommen damit nicht zurecht. Ich in einem Buch übrigens auch nicht. Daher 2. Versuch als Hörbuch und da klappte es. Ich habe es mir über Audible besorgt gehabt von meinem Hörbuch Abo Guthaben. Klar einen Teil, den ich schon gelesen hatte, kannte ich schon. Auch hier hatte ich erst Probleme mit dem Stil, aber irgendwann war ich so „gefesselt“ das es mir eher so vorkam als ob mir jemand seine Geschichte erzählt. So wie man sich in einem Café unterhält. Ok, das Thema sollte man nicht in einem Café ansprechen.

Denn es geht um Sex, nein nicht nur Sex, sondern BDSM. Um Unterwerfung der Frau, um Bestrafung und um Demütigung. Ich habe oftmals gelesen wie man über so etwas schreiben kann, die ganze Emanzipation wäre somit hinfällig wenn Frauen sich freiwillig unterwerfen und finde das ganze hat einen Haken. Denn wenn eine Frau das freiwillig tut ist es doch ihre eigene Entscheidung (mal davon abgesehen gibt es auch Männer die so etwas tun). Für mich wäre das definitiv nichts, aber wenn Frauen das möchten bitteschön. Der nächste Punkt über den viel diskutiert wird ist ob man über so ein Thema überhaupt schreiben darf. Aber mal ehrlich selbst 1785 schrieb Donatien Alphonse François de Sade, besser bekannt als Marquis de Sade bereits 120 Tage von Sodom. Ich selbst habe diese Buch nie gelesen, aber soweit mir bekannt ist schildert es ähnliches und zwar weit aus härter.  Warum sind wir 2012 dann noch nicht bereit für ein solches Buch? Wer damit ein Problem hat brauch es ja nicht zu lesen.

Aber jetzt endlich mal zum Buch selbst. Zum Stil habe ich ja schon etwas gesagt. Die Geschichte selbst ist sehr klassisch. Mädchen, total unerfahren, scheinbar naiv, Jungfrau und nicht Wohlhabend trifft auch jungen, gut aussehenden Millionär und verliebt sich in ihn und ist bereit für ihn alles zu machen. Dieser Millionär hat natürlich einen kleinen „schaden“, dieser, Christian, steht darauf das sich Frauen ihm Unterwerfen. Ana ist natürlich so naiv genug um sich von ihm bequatschen zu lassen… oder zu verliebt. Und es geht heiß her. Die Szenen sind schon sehr ausführlich beschrieben, aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran und es kommt einem so vor wie ein Kochrezept. Ok, ist wohl die Untertreibung des Jahres… aber mit der Zeit fand ich die Beschreibungen nicht mehr ganz so schlimm wie am Anfang.

Natürlich ist viel Liebe und Sex im Spiel, aber das ganze ist auch in eine romantische Liebesgeschichte mit vielen Klischees eingebunden. Aber auch der Humor kommt nicht zu kurz.

Was ich immer wieder lustig fand waren die Szenen wo Ana über ihre innere Göttin oder aber auch über ihr gewissen redet. Wie sich die beiden bekriegen und sich verhalten. Wie sie ihre bedenken äußern oder dagegen anstänkern.

Insgesamt hat mich das Buch eher positiv überrascht, ich bin mit sehr vielen Vorurteilen daran gegangen, gerade was das Thema betraf. In wie weit es an die Realität angelehnt ist weiß ich nicht, dazu kann ich nichts sagen (also bestimmte Szenen) aber unterm Strich fühlte ich mich doch mit der Hörbuchfassung gut unterhalten. Das Buch hätte ich vermutlich eher über kurz als über lang abgebrochen. Und ich freue mich schon jetzt auf den zweiten Teil, denn am Ende gab einen großen Knall, der Spannungsbogen ist genau dort am höchsten und man will eigentlich nur wissen wie es weiter geht. Also wird es sicher auch zum zweiten Teil eine Rezension von mir für euch geben 😉

Meine Wertung:

3 Gedanken zu “Rezension: Shades of Grey – Geheimes Verlagen von E. L. James

  1. Überall spukt diese Buch herum, die Medien sind voll davon … Ich bin so Neugierig, das Buch interessiert mich, es wird ja überall hochgelobt und es ist schon ein Neues auf dem Markt, bei uns ab September.
    Ich werde es mir die Tage mal besorgen und lesen.

    LG Kerstin

  2. Selten habe ich etwas positives zu Shades of Grey gelesen. Die Leseprobe fand ich gut, das gebe ich zu. Aber, wenn es in Büchern um den Akt der Liebe geht, dann möchte ich keine schmutzigen Einzelheiten. Ich möchte träumen, und dazu gehört für mich die richtige Wortwahl um eine angenehme träumerische und gefühlvolle Atmosphäre zu schaffen. Auch wenn es hier um eine andere Art des Gefühls geht. Die Vorstellungskraft des Lesers muss sich frei entfalten können. Schön sind Bücher, dessen Autoren uns Raum und Möglichkeiten zur freien Interpretation lassen. Ich bin mir nicht sicher, wie das mit BDSM gehen soll. Sicher wird es funktionieren, wenn der Schreiber einen kunstvollen Akzent setzt. Ich bin nicht prüde, aber die Informationen und Presseberichte zu Shades of Grey reichen mir.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.