Buchmessen Aufreger – Ich schäme mich Bloggerin zu sein

Eigentlich wollte ich euch erst sehr viel später schreiben, aber was ich heute Vormittag bereits 2x erlebt habe geht unter keine Kuhhaut.

Der Titel sagt ja schon das ich mich schäme Bloggerin zu sein, denn leider gibt es welche unserer Zunft die scheinbar gar keine Skupel haben.

Es geht um folgendes. Ich schlendere so über die Buchmesse und komme am Arena Stand vorbei. Vor der Infotheke stehen drei Mädchen und „betteln“ nach Leseexemplaren, es sind Bloggerinnen!!! Sorry sowas geht ja so gar nicht! Leider hat die Person hinter dem Tresen mit den armen, armen Bloggerinnen scheinbar Mitleid und gibt jeder ein Buch. So weit so gut. DAS alleine hätte mich aber noch nicht so zur Weißglut gebracht. Ich habe gestern auch schon gehört das hier sowas passiert, aber es mit eigenen Augen zu sehen und zu hören sorry.

Was mich aber dann veranlasst hat dieses auch noch zu veröffentlichen ist folgender Vorfall. Als ich nun ca. 30 Minuten später bei Hanser mir ein Buch angesehen habe kommt eine Horde von 5 Mädchen an den dortigen Tresen und fragt auch nach Leseexemplaren. Sie wurden, Gott sei dank, direkt abgewiesen. Ich muss zugeben ich habe diebisch gefreut. Aber damit nicht genug, nun wollte ich es genau wissen und bin dieser Gruppe unauffällig gefolgt weil die direkt um die nächste Ecke gebogen sind und nicht gerade aus, wie die meisten Messebesucher, gegangen sind. Ich will es kurz machen, sie sind zum nächsten, für sie interessanten Verlag gerannt (anders kann man das nicht bezeichnen) und zwar dtv Junior. Dort haben sie den Stand „gestürmt“ und haben sich sehr geziehlt jede ein Buch geschnappt. Es sah so aus als ob sie ihre Wunschzettel alle sehr genau kannten und sind mit diesem Buch zum Tresen. Der gute Mann dahinter war so perplex von der Horde das er ja gesagt hat… leider. Und es waren auch teure HC dabei.

Ich würde lügen wenn ich sagen würde das ich noch nie bei einem Verlag nach einem Leseexemplar gefragt und auch bekommen hätte (nicht auf Buchmessen wohlgemerkt!), aber dies auf der Buchmesse als „Sport“ zu betreiben geht so gar nicht. Ich habe nachher noch mit einem großen Jugendbuchverlag einen Termin und frage mich ob die jetzt nicht denken ich komme nur um abzustauben. Ich hatte auch schon weitere Termine gehabt und habe nirgends ein Buch mitgenommen, ich käme noch nicht mal auf die Idee danach zu fragen.

Von einer anderen Bloggerin weiß ich das hier Blogger gestern mit 2 riesigen Taschen voller Bücher über die Messe gelaufen sind die sie alle erschnorrt haben (also nicht die Bloggerin die mir das erzählt hat sondern jene die sie gesehen hat)

Liebe Blogger, viele von euch sind lieb, nett und bloggen nicht nur wg. der Leseexemplare, aber jene die es tun denen lasst gesagt sein, ich dulde alles, aber wenn jemand so ein Verhalten an den Tag legt der sollte schnellstmöglich mit dem Bloggen aufhören, denn Abstauber brauchen wir nicht!! Wenn ich raus finde welche Blogs das machen werde ich auch nicht damit hinter dem Berg halten und Namen nennen, denn sowas macht mich wütend und traurig das ihr unseren Namen so in den Schmutz zieht. Viele Verlage arbeiten gerne mit Bloggern heutzutage zusammen, macht das nicht kaputt mit eurem Wahn nach Leseexemplaren, kauft euch eure Bücher, tauscht sie oder was auch immer, aber nehmt die Verlage nicht aus. Wir können froh sein das wir mittlerweile so einen (meist) guten Ruf bei Verlagen haben und das war harte Arbeit! Und wenn ihr jetzt sagt sie müssten ja nicht geben stimmt das aber man muss sie auch nicht ausnutzen, Lesen ist unser Hobby und fast jedes Hobby kostet Geld und wenn ihr dieses nicht habt dann sucht euch ein günstigeres Hobby!

48 Gedanken zu “Buchmessen Aufreger – Ich schäme mich Bloggerin zu sein

  1. Hallo,

    ich könnte mir ja ziemlich gut vorstellen, dass diese Schnorrer (ich finde, das trifft es am besten) nicht einmal einen Blog haben. DAS fände ich dann ja noch am allerschlimmsten.
    Ich blogge selbst, wenn auch nicht über Bücher (gibt mehr als reichlich Bücherblogs *g*) und klar würde ich mich freuen, wenn mir ein Unternehmen oder gern auch ein Verlag was kostenfrei zur Verfügung stellt. Gern auch für den Eigengebrauch. ABER, und da stimme ich dir vollends zu, ich würde es mir nicht erbetteln oder erschleichen.
    Arm ist sowas…

  2. Wahnsinn, kann ich absolut verstehen, dass dich das aufregt. Manche haben anscheinend gar keine Hemmungen. Das hinterlässt doch einfach auch einen schlechten Eindruck. Schade, dass manche Verlage das mitmachen.
    Ich würde mir dabei außerdem wirklich blöd vorkommen, so dreist rumzuschnorren. Ich fühle mich ja schon unwohl abgesehen von BloggDeinBuch überhaupt REs anzufordern, also direkt bei den Verlagen per Mail, weil ich immer denke, ich kann mir meine Bücher auch selbst besorgen – klar ist mit mehr Aufwand verbunden, ich kann nicht alle Bücher kaufen und behalten und hübsch ins Regal stellen.
    Ich finde es aber auch nicht schlimm, wenn andere Blogger zwei, drei Bücher im Monat anfragen, solange sie das auch mit ihrem Lesepensum schaffen, aber wenn man das Gefühl bekommt, dass Blogger nur schreiben, um Bücher umsonst abzustauben, ist das wirklich peinlich.

    Zum Glück sind ja auch ein paar anständge Blogger auf der Buchmesse, die den Ruf der Gruppe hochhalten und den schlechten Eindruck einzelner vielleicht etwas ausgleichen können ;-). Blöd ist es trotzdem. Kann man nur hoffen, dass sich solche schwarzen Schafe nicht lange halten…

    Liebe Grüße und noch viel Spaß auf der Buchmesse!

  3. Ich kann dich da voll verstehen. Und ich versteh auch ehrlich nicht wie manche Blogger auf so eine Idee kommen können. Weil durch solche Aktionen können sie es doch ehrlich allen kaputt machen, weil einen guten Eindruck macht das ganz bestimmt bei keinem der Verlage, wenn die das Gefühl bekommen müssen, dass der Großteil der Blogger nur gierig nach Freiexemplaren ist :o(

  4. Hi,

    ich befürchte, so etwas werde ich dann morgen auf der FBM auch sehen.

    Ich bin übrigens ganz deiner Meinung! Halten wir unter den Bloggern mal die Augen offen, es wird viele geben, sie sich verplappern oder stolz schreiben, dass sie ein LE auf der Buchmesse „ergattert“ haben.

    LG Claudia

  5. Bitteeeee?? Wie peinlich ist das denn, da so direkt nachzufragen??
    Oh man.. ich kann Dich da verstehen und würde mich auch aufregen und fremd schämen 🙁
    Auf der letzten Buchmesse bin ich auch mit 2 Büchern nach Hause gegangen… aber das eine hab ich mir an dem Sonntag selbst gekauft und das Andere bekam ich so geschenkt, aber OHNE selber danach gefragt zu haben… sowas wäre mir auch echt zu unangenehm…
    ich schäme mich mit fremd 🙁

  6. Hallo,

    toller Beitrag und sehr informativ.
    Persönlich bezweifel ich jedoch, das Blogger sich so verhalten. Ich glaube ehr das einige auf dieser weise versuchen an kostenlosen Exemplaren heranzukommen.
    Traurig dabei ist, dass die Bloggerwelt irgendwann darunter leiden wird.
    Als Verleger würde ich auf Messen generell keine Rezensionsexemplare herausgeben. Blogger/Rezensenten können sich jederzeit bei uns per E-Mail melden. Wir schauen uns den jeweiligen Blog an, wie aktiv ist der Betreiber usw. Als Kleinverleger möchte man das die wenigen Rezensionsexemplare gut verstreut werden und dem Autor vom nutze sind.

    Grüße aus dem Norden,
    Alfons Th. Seeboth
    Autor und Verleger

  7. Uff! Das ist ja mal echt übel! Ich meine, natürlich ist es schön, Bücher umsonst zu bekommen, keine Frage. Wer freut sich nicht darüber? Aber das geht nun wirklich zu weit, da stimme ich dir voll uns ganz zu. Kann man sich denn da überhaupt noch über jedes einzelne „Umsonstbuch“ freuen oder macht man da ein Wettbewerb draus, wer die meisten Bücher umsonst bekommt?
    Ich für meinen Teil habe einen sehr großen SuB und die wenigsten habe ich davon auch tatsächlich gekauft. Aber das sind dann ältere, gebrauchte Bücher, die ich über Tauschseiten, von Bekannten oder auch von vorablesen.de und ähnlichen Seiten bekommen habe. Gezielt bei einem Verlag nachgefragt, habe ich bisher nur einmal, und das genügte mir dann auch schon. Ich muss nicht zig Verlage anbetteln. Denn irgendwann muss man die Bücher ja auch lesen, und möglichst zeitnah, wie ich finde. Bei einem so großen SuB wie dem meinen ist das derzeit allerdings unmöglich.

    1. Dieser Wettbewerb wer am meisten bekommt tobt leider schon wenn ich mir so den einen oder anderen Neuzugänge Post ansehe… wenn auch nur unterschwellig, ich weiß schon warum es sowas nicht (mehr) auf meinem Blog gibt.

      1. Wobei man das auch nicht verallgemeinern darf – meine „Neue Bücher“-Postings sind auch sehr oft prall gefüllt. Aber diese Bücher kaufe ich mir zu sehr großen Teilen selbst oder bekomme sie durch die Arbeit.

        Auf der Messe gibt es übrigens noch viel Schlimmeres – die Blogger fragen zumindest noch und der Verlag kann nein sein, aber es gibt genug, die in dem Gedränge einfach Bücher so mitnehmen. Vorhin habe ich eine Frau gesehen, die hat sich ein Buch genommen, gesagt: „Naja, so toll klingt’s jetzt nicht, aber ich nehm’s mal mit!“ und etwas ähnliches hatte mir vorher auch schon jemand anderes erzählt (vielleicht die selbe?). Ich wollte noch was sagen, aber da war sie schon weggezischt… peinlich!

        1. Nein verallgemeinern tu ich das sicherlich nicht, ich denke 90% der Blogger bekommen ihre Bücher ohne so zu betteln (von denen die auf der Messe waren). Aber was da abging war wirklich schon sehr unschön und auf irgendeine Art und Weise schäme ich mich dafür. Wenn Bücher aber einfach geklaut werden ist es natürlich noch viel mieser.

  8. Das ist ja harter Tobak…
    Ich bin wahrlich erschüttert.
    Leider kann ich diesjahr nicht zur Messe, aber das selbst nur zu lesen, macht mich nheimlich traurig.

    Ich hoffe ehrlich, dass du ehrlichr und nichtschnorrende Masse der Blogger überwiegt.

    Liebe Grüße,
    Ramona

  9. Oh Gott, das geht echt nicht. Und ehrlich gesagt bezweifel ich ja, ob sie am Ende wirklich alle Bloggerinnen waren! Ich forder vielleicht ein Mal pro halbes Jahr ein Rezi-Exemplar an und habe gemerkt, dass viele Verlage mittlerweile nur noch ungern welche an Blogger rausgeben,weil die Nachfrage zu hoch ist! Solche Schnorrer-Mädels tragen dazu bei. Es gibt so viele Blogger, die es nicht der Gratis-Bücher wegen machen, sondern wirklich aus Leidenschaft und mit Ernst. Solche, wie du sie da erlebt hast, tragen dagegen zu einem schlechteren Bild bei Verlagen und Autoren bei. Ganz zu schweigen davon, dass diese Personen scheinbar weder Anstand noch Würde haben! Ich habe – wie du – noch nie auf einer Messe nach Leseexemplaren gefragt und habe dies auch nicht vor. Dafür gibt es den direkten Kontakt zum Pressebereich. Auf einer Messe sollte man sich doch viel mehr ein Gesamtbild über den derzeitigen Markt machen und spannende Lesungen etc. miterleben.

    Ich finde es furchtbar, dass diese egoistische Gier nach kostenlosen Büchern seitens einiger Blogger aller paar Monate immer wieder auftaucht, sich manche Personen also scheinbar nie ändern. Deinen Ärger versteh ich nur zu gut. Mir wäre da vermutlich auch die Kinnlade herunter geklappt.

  10. hmm
    so ganz kann ich die Aufregung nicht verstehen! Die Buchmesse ist ja schliesslich eine Handels- und keine Verkaufsmesse. Schon alleine, da die Verlage an den Ständen die Bücher gar nicht verkaufen dürfen! Und zum Handel gehört nun mal auch die Werbung (und sei es in Form von Freiexemplaren). Das wird (bzw sollte) von den Verlagen einkalkuliert – genauso wie die „Schlachten“ um Kugelschreiber und sonstige Giveaways.
    Ich kenne auch einige Buchhändler, die dort von Stand zu Stand ziehen (und besonders praktisch!! sich die Sachen dann nach Hause*sic! schicken lassen) und kenne auch Verlage, die sehr froh sind, am letzten Tag nichts mehr einpacken zu müssen.

    Aber und um den „Bloggerruf“ zu schützen: Macht Euch doch einfach Visitenkarten, die ihr dann dort am Stand den Verlagsleuten gebt – dann ist auch gleich eine persönliche Beziehung hergestellt und niemand braucht ein schlechtes Gewissen zu haben!

    1. Ja es ist eine HANDELSmesse und keine „ich will nur gratis bücher und der Rest eures Programms interessiert mich nicht“-Messe, denn genauso sind die beiden von mir beobachteten Gruppen gestern aufgetreten. Klar kalkulieren die Verlage „Verlust“, wodurch auch immer, mit ein, aber auf eine Messe zu gehen um dort nur Bücher zu schnorren, und so sah mir gerade die zweite Gruppe aus, tut wirklich nicht not.

    2. Wie, die Verlage dürfen an ihren Ständen keine Bücher verkaufen? Ist das bei der Frankfurter Buchmesse wirklich so? Bei der Leipziger Buchmesse konnte ich nämlich bisher immer an den Verlagsständen kaufen.

  11. Das ist ja mal wirklich richtig krass. o.o
    Ich bekomme ja nun auch ab und zu Rezensionsbüchern zugeschickt, aber ich würde niemals bei den Verlägen schnorren gehen. Das ist wirklich traurig!
    Ich glaube auch nicht, dass die Mädels überhaupt Bloggerinnen sind. Aber da es ja scheinbar wirkt und sie die Bücher geschenkt bekommen. Für den Verlag ist das bares Geld, welches verschenkt wird und gerade als Blogger sollte man das immer bedenken…

  12. Wow, dass ist echt heftig.
    Blogger, die nur Leseexemplare schnorren sind wirklich eine Schande. Wie du so schön sagst die Verlage arbeiten gerne mit Bloggern zusammen und sie so auszunutzen wirft ein schlechtes Licht auf uns ALLE. So etwas ist echt übertrieben, man geht doch nicht nur auf die Buchmesse um so viele Bücher wie möglich kostenfrei zu erbeuten. Das ist einfach nur egoistisch! Ich gebe dir da vollkommen recht. Lesen ist ein Hobby von uns allen und das kostet eben Geld.
    Mir fehlen die Worte -.-

  13. Ich als Nur-Leserin und Nicht-Bloggerin kann nur sagen, wartets ab. Die, die nur abstauben wollen, werden nie im Leben so viel Herzblut ins Bloggen stecken und ich denke, dass die Bücher, die sie sich jetzt erschnorrt haben, nur ein kurzes Vergnügen sein würden.

    Ihr müsst das wirklich ganz schnell vergessen und schämen? Wofür solltet Ihr Blogger, die Ihr für uns immer schreibt und macht und tut euch denn schämen? Ihr habt Euch nichts zu Schulden kommen lassen. Ihr bereitet uns, Euren Lesern, immer wieder Vergnügen und da steckt eine verdammte Menge Arbeit und Herzblut hinter. Glaubt mir, die Verlage wissen das, sehen das und rümpfen über so „Schnorrer“ die Nasen, speisen sie kurz mit einem Buch ab (das kann man wohl als Verlag mal verschmerzen, denk ich), aber die wirklich wichtigen Dinge, Aktionen etc., die bleiben Euch Vollblut-Bloggern vorbehalten!

    So und nun genießt bitte alle die Messe wieder und macht mich weiter neidisch *zwinker* mit tollen Begegnungen, Gesprächen und signierten Büchern, die Ihr mit Euch rumschleppt 😉 ICH GÖNNS EUCH!!!

    Liebe GRüße
    Bine

  14. Das zu kann ich nur sagen … KRASS…
    Ich finde das ziemlich peinlich. Als ich meinen Blog gemacht hatte wusste ich nicht einmal das Blogger ab und zu Leseexemplare bekommen um diese zu rezensieren. (Natürlich habe ich das mit der Zeit gemerkt und habe inzwischen auch eine Kontaktseite) aber ich finde das ist eher eine schöne Nebensache. Ich bin auch nicht enttäuscht oder sauer wenn ich nie eins bekomme, denn desshalb besteht mein Blog nicht.
    Sowas kann ich einfach nicht verstehen…

  15. Huhu

    selber sind sie mir heute nicht aufgefallen. Allerdings viele die Bücher in den Taschen hatten. Die gab es aber auch bei einigen auf Gutschein. Ich hätte auch gerne viele Bücher mitgenommen, aber wer will das denn tragen??? Ganz abgesehen davon das ich dieses schnorren nicht mag, trau mich ja noch nichtmal die Verlage anzusprechen ob man als Blogger eine Chance hat als Rezensent aufgenommen zu werden, auch wenn ich gerade am Anfang Verlage angeschrieben habe. Mittlerweile ist das ein Selbstläufer und jedes geschenkte Buch bekommt meine vollste Aufmerksamkeit. Ich hoffe einfach mal das es eine Ausnahme ist und die Regel ist das Blogger schnuppern und Leseproben mitnehmen 😉 und nicht die ganzen Bücher

    Liebe Grüße Natalie

  16. Das ist ja die Höhe, da hätte ich mich auch fremdgeschämt! Jeder Blogger bekommt das eine oder andere RE, so auch ich – aber einen Wettlauf auf der Buchmesse damit zu betreiben, ist schon die Härte. Hier geht es ja auch gar nicht mehr ums Lesen dann, sondern wer hier mehr RE´s bekommt – denn wie will man soviel in so kurzer Zeit überhaupt lesen und rezensieren und noch Spaß dran haben? Ich finde es ehrlich gesagt eine Frechheit gegenüber den Verlagen, Autoren und auch gegenüber uns anderen Bloggern, denen nach solchen Aktionen die Gier hinterhergesagt wird und dass wir nur auf kostenlose Bücher aus seien…*seufz*

  17. Ich bin auch ganz Deiner Meinung. Ich kaufe die meisten Bücher selber und wenn ich bei einem Verlag nach Leseexemplaren frage, dann bekomme ich doch keins ab.
    Ich war noch auf keiner Buchmesse, aber ich kann mir schon vorstellen, dass es manche Leute gibt, die das als „Sport“ betreiben. Das ist unfair den anderen Buchmessebesuchern gegenüber.
    Viel Spaß weiterhin auf der Buchmesse. LG Kathrin

  18. Das ist so schade, so etwas zu lesen, weil es einfach so ein schlechtes Licht auf Leute wirft, die wirklich viel Zeit und Energie investieren aus Liebe zum Lesen und zu Büchern. Aber hoffen wir mal, dass nicht alle über denselben Kamm geschoren werden…
    lg Biene

  19. Wow, das geht ja echt mal gar nicht… Ich hätte mich an Deiner Stelle auch fremdgeschämt. Ich bin ja eh nicht so begeistert, dass die Leseblogs wie Pilze aus dem Boden geschossen sind, es gibt nur wenige gute und leider viele, die´s nur tun um Leseexemplare zu bekommen. Ich bekomme auch Leseexemplare, aber mittlerweile frage ich so gut wie gar nicht mehr danach, sondern nehme interessante, die mir angeboten werden. Ich hab derzeit eh nicht viel Zeit zum Bloggen, leider nimmt mich die Ausbildung dafür zu sehr in Anspruch. ;o)
    Ich kann an dieser Stelle auch nur sagen, dass sich diese beschriebenen Bloggerinnen mal Gedanken machen sollten, ob´s richtig ist was sie tun und ob sie diese Schnorrerei mit ihrem Gewissen vereinbaren können. Ich könnte es nicht.
    Liebe Grüße und nicht mehr ärgern,
    Melanie

  20. Ich kann es sehr gut nachvollziehen, dass es dich geärgert hat. Leider gibt es genügend die so drauf sind. Man trifft sie überall…Lovelybooks zum Beispiel. Es gibt wirklich Leute die sich gnadenlos für jedes Buch bewerben und was ich dann richtig frech finde, wenn sie nicht gewonnen haben wird rumgezickt. Einfach nur ätzend. Ich habe noch nie bei einem Verlag nach einem Rezensionsexemplar gefragt. Nicht weil ich es verwerflich finde…nein ich wüßte gar nicht wirklich wie ich fragen sollte.
    Morgen fahre ich auf die Messe und hoffe, dass ich es genießen kann. Ach und es geht noch dreister…sie klauen wie die Raben! Einfach peinlich!
    LG

  21. Wow! Ich finde deinen Artikel echt toll und kann dies nur unterstreichen!! Leider bin ich nicht auf der Buchmesse, da diese für mich viel zu weit weg ist, aber wenn ich dann sowas höre, ist es vielleicht besser, denn ich würde mich genauso drüber aufregen! Mal sehen ob das bei der kommenden Buchmesse bei uns in Österreich auch so abläuft!

  22. So ein Verhalten finde ich schrecklich, aber auf den Buchmessen sieht man das leider ziemlich oft – nicht nur von Bloggern. Ich würde mich selber nie trauen, so nach Büchern zu betteln, denn anders kann man das ja nicht mehr nennen. Ich weiß nicht, wie es bei den besagten Mädchen aussieht, aber mir wurde als Kind beigebracht, dass sich das nicht gehört …

    Wenn ich Leseexemplare bekomme, dann nur, weil sie mir vom Verlag angeboten werden, sei es per Mail oder auf der Messe. So habe ich aus Frankfurt gestern fünf neue Bücher mitgebracht und nach keinem davon habe ich selbst gefragt.
    Auf meinem Blog poste ich zwar auch regelmäßig meine „Neuzugänge“, aber die sind zu 99 Prozent selbst gekauft. Klar sind die Bücher teuer und mein Studenten-Budget eher knapp, aber vor meiner Zeit als Blogger konnte ich meine Bücher doch auch selber kaufen …

  23. Ich habe auch welche von denen gesehen… Ich gebe zu, dass ich an zwei/drei Verlagsständen auch mal nach Leseexemplaren gefragt habe, aber ich lasse mich davon nicht bestimmen… Die Buchmesse bedeutet für mich, dass ich die schönen Stände und Bücher bewundere und neue Bücher entdecke. Es ist einfach ein magisches Feeling auf der Buchmesse, auch wenn es am Wochenende zum Platzen voll ist.
    Dass der einzige Zweck ist, kostenlose Bücher zu erbetteln, finde ich echt erbärmlich…. -_-‚

  24. Peinlicher geht es wohl kaum.

    Ich erlaube mir Bücher oder Hörbücher bei Verlagen anzufordern, insofern sie mir vorher per Presseinfo angeboten worden sind. Aber das ich so auf einen Verlag stürze, das habe ich noch nie gemacht. Damit verliert auch die Litbloggerszene den guten Ruf.

    Ich denke, es hat sich hier um „dumme“ Mädels gehandelt, die einfach Freiexemplare schnorren wollten. Die Verlage erkennen es auch eigentlich im Vorfeld, wenn jemand nur die Hand aufmacht.

  25. Ich kann ja mal was aus Verlagssicht dazu schreiben. Natürlich ist mir klar, dass man Geld für Werbung ausgeben muss und dass man nicht erwarten darf, dass eine Leistung (Buchbesprechung im Blog) kostenlos erstellt wird. Werbung ist teuer und ohne Investitionen hast Du als neuer Verlag ohnehin keine Chance. Man bekommt mittlerweile ja auch häufig nur Buchbesprechungen in Zeitungen, wenn man dort gleichzeitig eine Anzeige schaltet.

    Es gibt vielleicht Verlage, denen es auf ein paar 100 verschenkte Bücher nicht ankommt. Es gibt aber auch kleinere, die da ganz klar kalkulieren müssen: Wie viele Bücher kann ich mehr verkaufen, wenn ich Leseexemplare verschenke. Denn selbst bei großen Blogs oder bei Besprechungen in Zeitungen/Zeitschriften kann passieren, dass man daraus keine einzige Bestellung bekommt. Mir ist sogar mal passiert, dass NICHTS kam, nachdem ein 4-minütiger Beitrag über uns im MDR Fernsehen ausgestrahlt wurde. Und es kostet ja nicht nur das Buch + Porto, man muss auch die Arbeitszeit rechnen (okay, auf der Buchmesse nicht).

    Ich bekomme von Zeit zu Zeit mal Anfragen von „freien Redakteuren“, die ein Leseexemplar haben möchten, das ich ihnen natürlich auch auf meine Kosten zuschicken soll. Diese Journalisten sind dann aber nicht in der Lage, zu sagen, wo dann die Rezension erscheinen wird. Sorry, da fühle ich mich verarscht. Ich habe den Verdacht, dass diese Leute mal eben noch ein Geschenk für die Oma brauchen und dann bei mir im Verlag „bestellen“. Dass ich also bei Leseexemplar-Anfragen erstmal zurückhaltend bin, ist eine Folge von solchen Dreistigkeiten.

    Ich finde es toll, wenn ich hier lese, dass ihr die Bücher, die ihr besprechen wollt, tatsächlich kauft. Das zeigt, dass es noch genug Leute gibt, die nicht nur an ihren eigenen Vorteil denken. Schön!

    1. ALLE Bücher kaufen tue ich natürlich auch nicht, ich tausche auch viel, einige werden mir auch von Verlagen etc. Angeboten, aber da schaue ich immer genau was und ob ich überhaupt die Zeit habe es Zeitnah zu lesen. Ich habe nämlich immer im Hinterkopf das es auch für einen Verlag kosten sind wenn sie mir ein Buch zusenden. Aber ich denke wenn alle Blogger so verantwortungsvoll mit dem Instrument der Leseexemplare umgehen würden, gäbe es bei den Verlagen weit aus weniger Anfragen.

  26. Interessant, dass die Verlage noch nichts unternommen haben, um „Schnorris“ den Weg schwer zu machen.
    Ich – als Auto-Bloggerin – finde es sehr gut, wenn auf den Automessen nach der Visitenkarte gefragt wird (inklusive Blogadresse). Natürlich bekomme ich kein Auto, sondern die Presseunterlagen. 😉
    Für solche Fälle hätte ich ja (als Verlag) ein paar lustige, preiswerte Give-aways – und die Bücher bekommen nur die Blogger mit richtigem Blog. Warum nicht ein iPad am Counter haben und kurz nachschauen, was derjenige/diejenige so publiziert.
    Würde mich freuen, wenn Ihr den Verlagen diese Gedanken weiter gebt, wenn Ihr mal Feedback geben solltet. Denn ich bleibe natürlich bei meinen Autos … viel Spaß weiterhin mit Euren Büchern. 🙂

  27. Eigentlich wollte ich mich ja in anderen Blogs zu dem Thema erst zu Wort melden, wenn mein eigener Blogbeitrag zur Buchmesse fertig ist. Ich muss allerdings sagen, dass mir dein Beitrag sehr gefallen hat und mir auch aus der Seele spricht. Ich selbst war nur am Donnerstag auf der Messe und war in Bezug auf das Verhalten einiger Messebesucher gemischt schockiert-fasziniert, als ich beispielsweise beobachtete, wie zwei junge Mädchen sich gemeinsam ans „Beute-zählen“ machten: „Wie du hast schon 26 – ich erst 22!“ „Egal, hauptsache geile Bücher kostenlos!“

    Grundlegend habe ich als Journalistin natürlich nichts gegen Rezensionsexemplare. Aber dieses Verhalten hat mich dann doch sehr irritiert. Ich selbst bin mit einem einzigen Rezensionsexemplar nach Hause gefahren, dass mir der Autor selbst nach einem längeren und sehr netten Gespräch in die Hand gedrückt hat mit der Bitte, ihm meine persönliche Meinung zu schreiben (nicht zwangsläufig als Veröffentlichung, sondern generell).

    Allerdings möchte ich dazu anmerken: Ein Gespräch mit einer anderen Messebesucherin aus dem Bibliotheksbereich, mit der ich genau dieses Verhalten auch besprach, erklärte mir, dass diese jungen Mädchen häufig auch angehende Buchhändlerinnen seien, für die es bei größeren Verlagsständen auch einen eigenen Infostand gäbe, wo diese Rezensionsexemplare abholen dürften. Dennoch empfinde ich auch in diesem Zusammenhang ein „Beute-heischen“ als sehr skeptisch.

  28. Pingback: Sweet 365
  29. Hej,

    Ach, das schöne Thema. Da gibt es mehrere Aspekte. Leute die Bücher „einfach so mitnehmen“ …darüber verliere ich kein Wort, schlicht frech und unangebracht! Und nicht legal!

    Leseexemplare…es ist allerdings wirklich so, dass viele, viele, viele Verlage (um mal zwei zu nennen, die es immer machen: Diogenes und KiWi) speziell Leseexemplare für Azubis dabeihaben – die Exemplare die unterm Tresen gestapelt sind! Das wurde mir in meinem ersten Azubi-Jahr als eine Art „Tradition“ erklärt – da wurde uns auch gesagt, am Stand einfach mal nachfragen, ob es „Leseexemplare für Azubis“ gibt. Das waren die drei Jahre, in denen ich meine Tasche kaum tragen konnte 😉 Es könnten also auch Buchhändlerinnen gewesen sein und ich sag ehrlich: im ersten Jahr hatte ich sicherlich auch glänzende Augen ^^

    Mittlerweile habe ich Buch&Stift dabei um mir interessante Bücher zu notieren und bekomme bei ein oder zwei Lieblingsverlagen, FALLS mein Verlagsvertreter da ist, auch mal ein Buch geschenkt. Aber das wars auch. Alles andere notiere ich mir, nutze die Messe zum Reinschauen. Wenn ich dann Interesse habe, würde ich mal sagen, kaufe ich immer noch den Großteil selbst, fordere aber auch durchaus Leseexemplare an (direkt auf der Messe mach ich es nicht mehr, einige Verlage bieten das zwar an, aber im Schwange bestellt man doch manchmal mehr als gut ist – daher, eher nochmal drüber schlafen). Im Endeffekt sind Leseexemplare für mich vorallem ein Arbeitsmittel, ich entscheide ja danach, ob ich Bücher einkaufe, in welchen Stückzahlen, entdecke mal eher unbekannte Autoren. Und ich behalte lange nicht alle selbst, meist gehen sie noch durch 1-3 Kollegenhände und oftmals werden sie dann auch gespendet, z.B. an Bücherschränke oder ähnliches.

    Und ansonsten: man sollte nur soviel Leseexemplare bestellen, wie man wirklich rezensieren kann und es sollte sich halbwegs die Waage halten. Ich denke, damit würde man im allgemeinen gut fahren…Ich freue mich über jedes Lesexemplar, welches ich bekomme, auch noch nach 9 Jahren im Beruf.

    Ich habe aber auch die angenehme Situation, nur für mich zu bloggen, gerne schicke ich die Links auch an die Verlage, da ich aber meine LEs über den Buchladen anfordere bzw. wir ja so oder so welche bekommen, besteht kein „Rezi-Zwang“ (etwas, was ich als sehr unangenehm empfinde, es nimmt einem doch leider oft ein wenig Objektivität, wenn ich so durch die Blogs lese). Wenn ich aber explizit etwas anfordere, bemühe ich mich sowieso, es zeitnah zu lesen – dem Verlag/Vertreter nochmal Rückmeldung zu geben, die sie eventuell zitieren/verwenden können.

    Gruß,
    pinkfisch

  30. Hallo 🙂
    Also ich muss dir wirklich recht geben, denn so etwas ist einfach nur unverschämt, v.a. auf einer Buchmesse! Ich meine dort kann ja auch jeder einfach behaupten, er hätte einen Buchblog und dann müsste ja jeder ein kostenloses Buch bekommen, denn in diesem Fall kann man das auch nicht mehr Rezensionsexemplar nennen. Ich habe auch einen Blog, der zugegebenermaßen noch nicht so riesig ist, und habe bis jetzt auch schon 2 Rezensionsexemplare bekommen, aber dafür habe ich die Bücher auch gelesen und rezensiert, womit der Verlag dann auch zufrieden war. Ich finde, dass man sich langsam echt schon wie ein Schnorrer vorkommt, wenn man ein Rezensionsexemplar anfordert und das obwohl man das nicht zu oft macht und sich danach auch wirklich Mühe mit der Rezi gibt. Schließlich kann man das Buch sozusagen als Bezahlung ansehen…
    Aber solche Leute machen einfach den guten Ruf der Blogger zunichte und es wird irgendwann jedem Blogger unterstellt werden, nur kostenlose Bücher zu wollen!
    Liebe Grüße, Clary

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