Rezension: Kühlfach betreten verboten von Jutta Profijt

Klapptext:

Pascha, der prollige Autoknacker-Geist, widmet sich mit Hingabe dem Abhören des Polizeifunks und ist sofort bei einem schweren Unfall zur Stelle. Ein Auto ist abends von der Straße abgekommen. Vier Kinder wurden schwer verletzt, die Fahrerin ist verschwunden. Im Krankenhaus werden die Kinder ins künstliche Koma versetzt, sodass ihre Seelen munter durch die Gegend schweifen können. Die Kurzen erzählen Pascha, dass die Lehrerin entführt wurde. Pascha geht der Flohzirkus um ihn herum mächtig auf den Geist. Aber auch kriminalistisch ist er ziemlich in Anspruch genommen, denn gemeinsam mit den Kindern sucht er die verschwundene Lehrerin. Schließlich braucht er die Hilfe von Dr. Gänsewein, der eigentlich ganz anderes im Kopf hat: Er wird Vater!

Fazit:

Ich und Pascha, das ist so eine Sache. Meist kurz nach erscheinen der Bücher landen sie in meinem Regal. Bis ich sie dann lese vergehen Tage, Wochen, Monate – oder wie hier sogar Jahre.  Ich frage mich nach dem Lesen immer dann, warum dieses Buch so lange auf meinem SuB gelegen hat. So auch dieses Mal. Ich war sofort wieder von dem Geist des Autoknackers begeistert, der sich mit jedem Buch weiter entwickelt. Während er Anfangs noch rein krimineller war und auch sprachlich entsprechend ausgedrückt hat, ist er jetzt schon ein halber Pathologe und Polizeilicher Ermittler – was sich auch auf seinen Wortschatz drastisch auswirkt.

Aber er ist natürlich immer noch Pascha, jener verpeilter Tote der es irgendwie nicht – wie sonst jede normal Seele – es geschafft hat ins Licht zu schweben. Und da er, neben dem Pathologen der seine Hülle obduziert hat, niemanden zum Reden hat, hängt er liebend gern in Krankenhäuser rum, denn wo gestorben wird gibt es Seelen und einige bleiben kurz… oder länger. Diesmal macht er allerdings Bekanntschaft mit 4 Kindern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Da ist der coole, der langweile, der freche und die Zahnspamgentragende Neunmal-kluge. Zudem sind sie nicht tot und schwirren doch außerhalb ihrer Körper rum. Normal ist das nicht, aber so hat Pascha zumindest was um die Ohren, denn die 4 liegen nach einen Unfall im künstlichen Koma und da wittert er direkt einen neuen Kriminalfall. So beginnt er mit den 4 “Plagegeistern” den “Fall” zu lösen. Aber ohne Martin, dem Pathologen mit dem er Kontakt aufnehmen kann, geht es nicht. Aber der will eigentlich nichts davon wissen, da er momentan andere Dinge plant.

Es ist einfach ein super lustiger Krimi, kein “verstaubter” der immer nach dem selben Muster gestrickt ist. Ich liebe diese Reihe. Ich mag Grundsätzlich den Schreibstil von Jutta Profijt. Denn er ist nicht zu “starr”, anders kann ich es nicht ausdrücken. Die nebensächlichen Details, die teilweise zum kaputt lachen sind, die Art und Weise wie sie den Leser mit ermitteln lässt und die – wirklich – komplett unerwarteten Wendungen. Wer nicht unbedingt der klassische Krimfan ist, der findet hier einen tollen Krimi der sehr unterhaltsam ist.

Alle die jetzt überlegen ob man diese Bücher auch einzeln lesen kann, dem sage ich ja, aber es fehlen dann natürlich Informationen, warum ich einfach empfehlen kann mit Kühlfach 4 zu beginnen um alles genau mit zu bekommen warum die Beziehung zwischen Pascha und Martin so ist wie sie ist.

Eckdaten:

Titel: Kühlfach betreten verboten
Autor:  Jutta Profijt
Erscheinungsdatum:01. Januar 2012
ISBN:978-3423213400
Seitenanzahl:320
Verlag:dtv

Mützenwertung:

MützeMützeMützeMützeMütze

2 Gedanken zu “Rezension: Kühlfach betreten verboten von Jutta Profijt

  1. hm…Deine Rezi ist sehr schön 😉 den ersten Teil dieser Serie fand ich ja auch klasse, aber dann wurde mir Pascha irgendwie ein wenig zu nervig…Vielleicht sollte ich doch mal wieder reinlesen??? Ach ja 😉 Zeit , wer schenkt mir Zeit 🙂
    LG Moni

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