Rezension: Und Gott sprach: Wir müssen reden! von Hans Rath

Klapptext:

Den Psychotherapeuten Jakob Jakobi hat das Glück verlassen. Geschieden, pleite und beruflich gescheitert: So gebeutelt trifft Jakobi auf Abel Baumann, einen ebenfalls glücklosen Zirkusclown. Der leidet offenbar an einer kuriosen Persönlichkeitsstörung, denn er hält sich für Gott.
Und sucht einen Therapeuten. Jakob ist fasziniert von den vielfältigen, seiner Meinung nach aber komplett irdischen Talenten des sympathischen Spinners. Doch bald ist der Psychologe nicht mehr so sicher, mit wem er es wirklich zu tun hat. Und wer hier eigentlich wem hilft.

Fazit:

 Dieses Buch war ein richtiger Wunschlistenspringer bei mir, als ich es das erste Mal entdeckte, in einer Vorschau, war ich sicher. Das Buch will ich lesen. In den folgenden Monaten flog es immer mal wieder runter und schlich wieder auf meinen Wunschzettel. Denn einerseits wollte ich es unbedingt lesen, andererseits dachte ich, dass es nichts für mich sein kann. Zuletzt war es nicht mehr drauf, als es mir dann in einer Tauschbörse über den Weg lief und ich es aus einer Laune heraus anforderte. Ob Gott wohl seine Finger im Spiel hatte?

Denn um ihn geht es in diesem Buch. Gott braucht nämlich Hilfe, er ist im Körper von Abel Baumann, einen Circusclown,  gefangen und ist darüber alles andere als Glücklich, auch seine Kräfte schwinden immer mehr und er kann diesen Körper nicht mehr aus eigener Kraft verlassen. Dummerweise trifft Jakob Jacobi auf Abel Baumann, obwohl er sich gerade entschlossen hat seine Praxis an den Nagel zu hängen, denn Jakob ist Psychotherapeut. Jabkob ist zudem ein Paradebeispiel wie man sich in Schwierigkeiten bringt und wie man nicht mit Geld umgehen sollte. Er ist chronisch Pleite und will eigentlich auch nicht einen Patienten der glaubt er wäre Gott.

Die beiden machen etwas, das sich wohl am besten als Reise bezeichnen lässt, und ich meine neben der körperlichen, vor allen Dinge auch psychische. Jakob beginnt auf dieser zu zweifeln ob sein Patient wirklich nur ein Spinner ist, oder ob Abel Baumann nicht doch Gott sein könnte.

Es ist ein witziges Buch, das doch einen gewissen Tiefgang und wenn man genauer hin liest findet man auch einige wichtige Lebensweisheiten. Genauso kann man nicht sicher sagen wer hier eigentlich wen therapiert. Gott Jakob oder Jakob Abel. Es ist ein Buch auf das man sich auch ein Stück weit einlassen können muss, man muss über Religion auch mal lachen können, wobei ich es nicht im Sinne von beleidigend meine. Sondern vielmehr so das man einfach mal über den Dingen stehen können muss.

Vom Schreibstil her ist es flüssig geschrieben, es gibt KEINE Passagen die vor Langeweile strotzten, auch wenn es Passagen gibt die langsamer fließen wie andere. Manchmal tut es gut das es nicht so rasant voran geht, denn Aktion ist genug vorhanden.

Für mich ist dieses Buch eindeutig eine Leseempfehlung, wenn man über Gott auch mal lachen mag. Oder doch über Abel Baumann? Ich glaube ich sollte mir mal einen Termin bei Jakob holen, vielleicht kann er mir bei dem durcheinander helfen.

Eckdaten:

Titel: Und Gott sprach: Wir müssen reden!
Autor: Hans Rath
Erscheinungsdatum: November 2013
ISBN: 978-3499259814
Seitenanzahl: 288
Verlag: rororo

Mützenwertung:

MützeMützeMützeMützeMütze

3 Gedanken zu “Rezension: Und Gott sprach: Wir müssen reden! von Hans Rath

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