Rezension: Heirate keinen Arzt von Robert Tibber

Klapptext:

Die  schöne Sylvia, Mannequin in einem Modehaus, weiß nur in einem Punkt, was sie wirklich will:“Auf keinen Fall heirate ich einen Arzt!“Und getreu dieser Devise schlägt sie den Heiratsantrag ihres Jugendfreundes aus, der sich gerade in einer Vorstadt als praktischer Art niederläßt. Seinen Haushalt versieht nun Mrs. Little, ein gutmütiger Drachen.Trotz Mumps, Masern und meisterlichen Verführungsversuchen weiblicher Patienten: Der junge Doktor bleibt seiner Liebe treu. Am Ende wird er dafür auch belohnt.Allerdings: Dem Verlobungskuß folgt sogleich die nächste Arztvisite. Sylvia hatte wohl recht mit ihrem Vorsatz. Doch das ist das Menschlichste an der Liebe – sie überwindet den Egoismus.

 

Fazit:

 Ich habe mir eines geschworen, ich werde nie im Legen einen Arztroman lesen, nie in die kitschige Welt eintauchen wo es um Krankheiten geht, um unerfüllte Liebe und um „den Doktor“. Ich hatte ja vor einiger Zeit div. Kisten mit Bücher ersteigert, da war dieses Buch nun drin und ich dachte bei mir: Ach warum  nicht mal ein paar Seiten lesen. Aus ein paar wurde das ganze Buch und es zog mich in seinen Bann. Nicht weil die Geschichte anspruchsvoll gewesen wäre, oder weil die Handlung so komplex. Nein vielmehr weil es das Gegenteil war, es war eine Geschichte wo sagen konnte, ja ich genieße sie einfach und muss nicht nachdenken. Es war eine „Feierabendgeschichte“, wenn der Tag lang war und man nicht mehr die Lust hatte sich anzustrengen beim lesen.

Die Geschichte ist genau so wie auch beschrieben im Klappentext beschrieben. Es ist zudem eine Zeitreise, denn dieses Buch spielt in den 80iger Jahren, in einer Zeit bevor es Handy gab, bzw. bevor Computer in Arztpraxen eingesetzt worden waren. Hier bekommt man einen Einblick was es früher hieß Bereitschaft zu haben, man brauchte immer jemanden der das Telefon bewachte, konnte nicht mal eben um die Ecke gehen zum Einkaufen, denn man hatte kein Telefon dabei. Eine Szene beschreibt es sehr schön, da kommt ein Junge an die Tür des Doktors und klingelt um den Doktor zu holen, heute undenkbar, früher normal. Denn nicht jeder hatte ein Telefon. Ich selbst war Kind in den 80iger Jahren und habe das aufkommen der Handys live miterlebt, was habe ich damals gedacht das man so was nicht braucht. Und heute? Heute fühle ich mich ohne Telefon nackt wenn ich aus dem Haus gehe.

Das Buch für all jene geeignet die leichte Literatur lieben, die sich nicht beim Lesen anstrengen wollen und für jene die in der „guten alten Zeit“ schwelgen möchte, wo der Doktor noch mehr ein Familienmitglied ist als ein der Servicedienstleister.

Eckdaten:

Titel: Heirate keinen Arzt
Autor: Robert Tibber
Erscheinungsdatum: Juli 1989
ISBN: 978-3442072194
Seitenanzahl: 283
Verlag: Goldmann

Mützenwertung:

MützeMützeMützeMützeMütze

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