Warum ich mich nicht beim Buchblog-Award beworben habe

Heute lese ich minütlich in meiner Timeline, das man doch bitte für den und den Blog abstimmen soll. Damit war klar, die Abstimmphase bei diesem „Buchblog-Award“ ist gestartet. Ich habe das nicht wirklich verfolgt, oder nur bis zu dem Punkt, wo ich mitbekam, das im ersten Schritt keine Jury entscheidet, sondern das “gemeine Volk”.

Aber was stört mich daran?

Es gab schon mal, vor einigen Jahren, einen ähnlichen Preis. Damals hat eine Buchbloggerin gewonnen, die am meisten verlost hat. Sie hat einfach ein Gewinnspiel draus gemacht, die Leute haben für Sie abgestimmt und ihr den „Nachweis“ geschickt und konnten so was gewinnen. Es gab Gewinne im Wert von 200 €. Reizvoll für viele sicher, aber sie konnte mit dem ersten Platz 1000 € gewinnen. Sie gewann natürlich, die Preise, die sie ausschrieb, waren sehr hochwertig. Viele Blogger die damals einen qualitativ weitaus besseren Blog hatten schauten in die Röhre.

Dieses Mal dürfen zuerst auch wieder die Leser abstimmen, ich warte schon auf den Moment, wo ich die ersten Gewinnspiele sehe, um auf Stimmenfang zu gehen. Das „gute“ daran ist aber das anschließend eine „Fach-Jury“ entscheidet, wer gewinnt. Ob da aber dann die Blogs dabei sind die qualitativ die besten sind, sei dahingestellt. Wer weiter kommt, entscheiden ja nicht sie. Sie müssen aus dem Rest dann das Beste machen.

Ich bin gespannt, wohin das jetzt laufen wird und ob sich wieder einige Blogger daneben benehmen werden. Ob so ein Preis notwendig ist, bezweifle ich. Denn wenn man mal ehrlich ist, sind 99 % der Buchblogger Hobbyblogger und viele noch minderjährig. Mit Eintritt in den Berufsalltag, Studium oder Ausbildung verschwinden die Blogs dann auch oft wieder.

Ich persönlich hoffe nur, das Blog gewinnt, dessen Betreiber/in es als Hobby macht und kein Semi-Professioneller. Ich selbst werde niemanden meine Stimme schenken, denn ich lese täglich viele tolle Blogs und für mich braucht es keinen Award, der sagt „Das ist der beste Buchblog 2017“.

2 Gedanken zu “Warum ich mich nicht beim Buchblog-Award beworben habe

  1. Klar ist es vielleicht eine nette Aktion, aber letztendlich ist es auch genauso schwachsinnig. Denn nicht für jeden ist der angeblich “beste” Blog auch wirklich der Beste. Ich meine was macht denn den besten Blog aus? Viele Verlosungen? Interessante Beiträge? Das sieht jeder anders, aber solche Aktionen die Likes mit Verlosungen zu sammeln finde ich unfair und mies.

    1. Genau das ist auch mein Denkansatz. Einen Blog den ich gerne lese musst du nicht mögen und anders herum genauso. Ich warte mal ab ob und wann mir einer von den”unfairen” über den Weg läuft und werde sicher darüber berichten 😉

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