Wer kennt noch die Bücher von Richard Scarry? – Mein schönstes Buch von Tafel, Schwamm und Kreide

Ihr kennt sie sicher auch, jene Bücher, die eure Kindheit auf eine ganz besondere Art und Weise geprägt haben. Die euch in wichtigen Lebensabschnitten begleitet haben. An ein solches Buch wurde ich auf der Frankfurter Buchmesse erinnert.

Als ich am Stand von Diogenes vorbei kam, stachen mir Kinderbücher ins Auge, die ich einerseits kannte und dann doch nicht. Es waren die Figuren, die ich kannte, die Titel dagegen nicht. Ich habe lange in diesen Büchern geblättert und in Erinnerungen geschwelgt. Und ich dachte mir, ich muss mein Exemplar mal wieder raus holen.

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Blogger schenken Lesefreude: Markus Walther interviewt Markus Walther

Tja das kommt daher wenn man einfach zu faul Sonntags noch schnell ein Interview online zu stellen, dann kommt es Montags und das ein wenig zu spät. Ich gelobe Besserung 😉

Heute ist dafür ein ganz besonderer Autor an der Reihe. Kaum jemand kennt ihn und wenn man ihn erst einmal kennt dann liebt man seine Bücher. Ich hatte in meinem ersten Beitrag dieses Jahr zum Welttag des Buches folgendes über ihn geschrieben:

Er kann mit einem Satz mehr Gefühl, Ausdruck und Inhalt herüber bringen als mancher Autor auf 400 Seiten. Er kann mit einem Satz besser Unterhalten als Hollywood mit einem Blockbuster.

Ich muss sagen das ich es immer noch genauso sehe. Ihr werdet es gleich auch im Interview sehen wie er mit Worten jongliert. Ich wünsche euch ganz viel Spaß mit diesem Interview. Am Ende könnt ihr zudem noch Buchland als eBook gewinnen (Herr Plana, eine der Hauptfiguren in dem Buch, würde diese Form des Buches nicht gutheißen, aber bei 3 Verlosungsbüchern muss ich irgendwo sparen, da ich alle selbst zahle 😉 )

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Blogger schenken Lesefreude: Gabriella Engelmann interviewt Gabriella Engelmann

Gabriella Engelmann  begleitet mich mit ihren Büchern schon seit Jahren. Eine ganze Menge davon habe ich auch schon hier auf dem Blog besprochen. Ich habe mit ihr schon mehrfach Interviews gemacht und ich finde sie macht es jedes Mal großartig. Für eines haben wir mal ein Jahr gebraucht 😀 Aber es hatte sich gelohnt. Das Ergebnis war grandios.

Heute darf sie sich mal selbst interviewen und ihr könnt  ihr gerade erschienenes Buch „Wildrosensommer“ gewinnen. Da das E-Book und gedruckte Ausgabe gleich teuer sind könnt ihr heute die gedruckte Ausgabe gewinnen, aber erst einmal viel Spaß mit dem Interview.

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Blogger schenken Lesefreude: Sebastian Niedlich interviewt Sebastian Niedlich

Endlich geht das erste Interview online, ich würde gern noch etwas zu dem Autor schreiben, aber ich würde einfach zu viel vorweg nehmen. Daher lasse ich es. Am Ende könnt ihr das eBook „Und Gott sprach: Es werde Jonas“ gewinnen. Alle Infos findet ihr weiter unten.

Frage 1: Du hast jetzt zwei witzige Bücher geschrieben, die im weitesten Sinne einen spirituellen Hintergrund hatten. Kann man davon ausgehen, dass Du selbst gläubig bist und alle Deine Bücher irgendwas mit Religion zu tun haben werden?

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Blogger schenken Lesefreude 2016 – Meine Aktion

Jetzt ist es schon wieder so weit, heute ist der Welttag des Buches und somit steht auch wieder Blogger schenken Lesefreude an. In diesem Jahr haben Dagmar, Sonny und ich uns ja überlegt die Aktion noch offener zu gestalten und die Teilnehmer dazu aufzurufen sich zu überlegen wie man noch Lesefreude schenken kann außer das man Bücher kauft.

Auch ich habe lange überlegt. Mein erster Impuls war einen Bücherschrank für Seevetal zu organisieren, wo ich ja wohne, der dauerhaft „offen“ ist. Aber mal ehrlich, selbst wenn ich die Hebel in Bewegung gesetzt bekommen muss dieser befüllt und gepflegt werden. Das würde sicher nicht die Ortsverwaltung machen sondern ich hätte mich dauerhaft verpflichten müssen. Und wenn ich hier mal weg ziehe? Was wird dann aus diesen? Was ist wenn er beschädigt wird? Wer kommt für die Reparatur auf. Ich würde mich über einen dauerhaft offenen Bücherschrank hier in Seevetal freuen, einem der nicht in einem der Orte im Gemeindehaus steht. Sondern einen wo ich jederzeit ran komme, trotz meiner Arbeitszeiten. Vielleicht erfüllt sich der Wunsch eines Tages nochmals.

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Raus aus der Flauschzone, rein in den Krawall – es muss sich etwas ändern!

Ich hatte gerade schon fast 500 Wörter geschrieben, lieb und nett wie meistens, ich habe die Keynote aus der Bloggersession vom Buchmessen Sonntag schön auseinander gepflügt die Karla Paul uns um die Ohren gehauen hat. Trotz Messevirus! Es war eine tolle Einleitung zu einem tollen Programm, in dem vielen Bloggern die Augen geöffnet worden sind. Karla hat hier die Rede nochmals online gestellt, wobei ich an eurer Stelle eher auf die den Podcast gehen würde, denn hier kommen die Emotionen besser rüber. Was ich für mich daraus mitgenommen habe ist folgendes. Wir sollen aus unsere Flauschzone raus kommen in der es so gemütlich ist. Wir sollen mehr Selbstbewusstsein entwickeln für das was wir tun, für unser Zahlen (wie Karla es so schön ausdrückte), denn wir Blogger erreichen da draußen viele Menschen, die Aufgrund unserer Meinung oder unseres Tipps Bücher, Produkte oder was auch immer kaufen. Wir sind Multiplikatoren die letztendlich Werbung machen. Und was bekommen wir dafür? Mit Glück ein Rezensionsexemplar und die Chance uns auf Aktionen zu bewerben um mit Glück unsere Zeit einsetzten zu dürfen noch mehr Werbung kostenfrei zu machen.

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Warum verprügeln der Feuilleton und Buchhändler Blogger verbal und hacken auf Ihnen herum?

In den letzten 2 Wochen wurden alleine 3 Beiträge in Zeitungen bzw. „professionellen“ online Medien veröffentlicht, die scheinbar nur ein Ziel hatten. Blogger verbal zu verprügeln. Ein anderer Ausdruck fällt mir dazu nicht ein.

Der freundlichste Beitrag ist am Freitag online auf dem Börsenblatt erschienen. Allerdings dort wo es wirklich interessant wird, bricht dieser ab. Ob in der Printausgabe mehr stehen wird, können Blogger in der Regel nicht überprüfen, denn die wenigsten werden ein Print Abo für 450 € oder aber online Abo für 190 € abschließen im Jahr. Die meisten Nachrichten die dieses Magazin behandelt sind so branchenintern das Blogger diese nur am Rande betreffen bzw. interessieren. In welche Richtung es geht, bleibt uns also nicht ganz klar. Der Ausgangspunkt ist allgemein positiver gestimmt, auch wenn hier von 200 mehr oder weniger aktiven Buchbloggern gesprochen wird. Eines ist sicher, es gibt weitaus mehr aktive Buchblogs als 200, wobei die Frage ist, wann ein Blog aktiv ist. Wie oft muss er neue Beiträge bringen, um als aktiv zu gelten. Was mich aber an diesen Beitrag eher störte, waren der eine oder andere Kommentar auf Facebook. Aber macht euch da selbst ein Bild.

Ein weiterer Beitrag, der auch schon am Freitag erschienen ist und auch auf dem Börsenblatt thematisierte, ob der Handel unter Blogger-Relations leidet. Es tut mir leid, wenn ich mal ein wenig verbal hier selbst nachtrete. Aber sollte man nicht anders herumfragen, ob der Handel nicht durch die Blogger profitiert? Wenn ein Verlag eine Werbeagentur beauftragt im Netz Werbung zu schalten kostet dies meist mehrere Tausend Euro. In dem Beitrag wird darüber diskutiert, ob die Buchhändler durch uns Blogger an Leseexemplare kommen. Tut mir leid, aber ist der Futterneid in der Branche echt so groß? Können sich Buchhändler, die meist ja den Beruf gewählt haben, weil sie Bücher lieben, nicht genauso, wie die meisten Blogger ihre Bücher kaufen? Es wäre ein glatte Lüge wenn ich behaupten würde, dass ich mich nicht freue, ab und zu ein Leseexemplar zu erhalten, aber 99 % meiner Bücher kaufe bzw. ertausche ich selbst. Ich gehe in Buchhandlungen genauso, wie ich einen Teil mir über das Netz bestelle. Ich habe eher das Problem regelmäßig aus Presseverteilern zu fliegen, weil ich nichts anfordere. Dabei freue ich mich in diesen zu sein, um schnell und einfach über Neuerscheinungen und auch Presseschwerpunkte der Verlage informiert zu sein. Ich weiß auch von vielen anderen Bloggern, die wenig bis gar keine Leseexemplare anfordern. Natürlich gibt es auch einige die es in meinen Augen maßlos ausnutzen und die Verlage ausbeuten diesbezüglich. Aber schwarze Schafe gibt es unter den Buchhändlern sicher auch. Ich habe schon mehrfach gehört das  Leseexemplare auch von diesen verkauft werden (Blogger machen das vereinzelt auch, leider). Gerade einige Aussagen von Buchhändlern wie z.b.  von Thomas Pagel von der Hähnelsche Buchhandlung in Hachenberg. Er schrieb:

Was die Blogs selbst angeht, gab es noch keinen Kunden bei uns, der wegen eines solchen Tipps ein Buch gekauft hat. Ich lese selbst Blogs und die meisten sind leider lausig schlecht. Da müssen sich die Verlage fragen, ob das wirklich Werbung für sie ist

Für mich stellt sich die Frage, ob er jeden Kunden fragt, aufgrund welches Tipps er ein Buch kauft. Und ob ein Blog gut oder schlecht ist, liegt immer im Auge des Betrachters. Mit vielen Blogs kann ich persönlich auch nichts anfangen und doch werden sie gelesen. Verlage wägen, soweit ich das beurteilen kann, bei jedem Blog ab, ob dieser zu ihnen passt oder nicht, ich denke, das steht außer Frage. Auch wenn der finanzielle Einsatz für den Verlag bei einem einzelnen Blog nicht allzu groß sind, ist es doch die Masse, die ein Selektieren notwendig macht. Mehr möchte ich dazu gar nicht sagen, denn sonst würde ich vorgreifen.

Der letzte Beitrag ist in der Onlineausgabe der Zeit, genau jener großen deutschen Tageszeitung erschienen. Hier geht es vor allen Dingen darum das Blogger oft erzählen, wie ihnen ein Buch gefallen hat. Also ganz persönlich und mit Emotionen, das die meisten nicht darauf eingehen wie gut oder schlecht stilistisch ein Buch ist. Nicht grammatikalische Ausreißer rügen oder anderes, für Literaturkritiker wichtige Details, anmahnen. Vielmehr stört die Zeit, dass wir Bücher anpreisen, wie den Bereich kurz vor den Supermarktkassen wo man allerlei Lockware findet. Wir zeigen was wir haben und worauf wir uns freuen in der nächsten Zeit. Zudem stört die Zeit das wir eher nacherzählen worum es in dem Buch, das wir gerade ja so sehr lieben, geht anstatt uns damit auseinander zu setzten.

Liebe Zeit, nun ein paar ganz persönliche Worte an dich. Weißt du eigentlich, was Blogger sind und was sie tun? Sicherlich, denn du nimmst dir ja das Recht heraus uns verbal zu verprügeln, uns niederzumachen und unser tun. Ich habe mich gefragt, warum du das tust. Könnte es sein das deine Feuilletonisten angst haben das Blogs mehr gelesen werden als deren Beiträge? Vielleicht weil wir lesen, können worauf wir Lust haben und uns immer überlegen können, wenn uns ein Buch nicht zu sagt, entweder gar kein Wort darüber zu verlieren oder auch diese Meinung kundzutun. Wir können die Bücher sogar bei Seite legen ohne das wir ein schlechtes gewissen haben müssen. Wie wäre es mal mit einem Dialog zusammen  mit Bloggern. Sicher gibt es hier große Unterschiede. Viele sind jung und besprechen Bücher mit denen du und auch ich nichts anfangen können. Aber es gibt auch jene die Literatur besprechen die selbst ich nicht immer lesen muss, da lesen für mich ein Hobby darstellt. Eine Art zu entspannen. Vielleicht könnte man ja lieber miteinander reden statt übereinander. Wir Blogger respektieren den Feuilleton doch auch, warum könnt ihr uns nicht denselben Respekt entgegen bringen? Ist es so schwer für euch von eurem Ross runter zu kommen? Wir Blogger möchten auf eine ganz persönliche Art und weise anderen Menschen von Büchern erzählen, die wir gelesen haben. Stell dir das so vor, als ob du einer Freundin etwas erzählst. Das ist, das was wir Blogger wollen, die meisten zumindest. Wir wollen dem Feuilleton nicht den Platz streitig machen, sondern vielmehr eine Alternative für all diejenigen bieten die damit nichts anfangen können. Wir wollen Menschen das Lesen näher bringen. Verstehst du? Wir wollen gar nicht wie ihr sein. Deshalb bringt es auch nichts, wenn ihr uns verbal verprügelt.

Diese drei Artikel waren der Grund, warum ich diesen Beitrag schreiben musste und ich bin leider noch nicht am Ende. Es gibt viele tolle Kooperationen zwischen Buchhändlern und Bloggern inzwischen, die negativen Meinungen sind meistens eher rar gesät. Leider guckt meine Buchhandlung um die Ecke bei dem Wort Blogger auch immer so, als ob das eine ansteckende Krankheit ist. Auch gibt es Zeitungen, die sich bei Bloggern bedienen, es kann also doch nicht alles so schlecht sein, wie immer geschimpft wird. Ein aktuelles Beispiel findet ihr hier. Ich empfinde, als traurig das wir ständig öffentlich so dermaßen verprügelt werden, es sind ja „nur“ Blogger, das dahinter aber auch Menschen stehen die für ihr Hobby jeden Monat viel Geld und Zeit investieren um seinen Lesern immer neuen Content zu liefern wird oft vergessen. Sicher gibt es viele Blogs, die keine 1000 Besucher im  Monat haben, aber ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es auch Blogger gibt, die jeden Monat durchschnittlich 30 000 oder mehr Leser haben. Für die Zukunft wünsche ich mir persönlich das der Feuilleton und auch die Buchhändler weniger skeptisch uns gegenüber sind und uns respektieren so, wie wir sind. Bunt, schrill und unterschiedlich. Man muss nicht jeden Blog mögen, man muss nicht alles lesen, aber man sollte immer daran denken, dass wir alle dasselbe wollen. Wir wollen Menschen Bücher ans Herz legen und dies sollten wir gemeinsam tun, jeder auf seine Art.

Wie Verlage einem die Lust auf Neuerscheinungen verderben

Am Freitag der letzten hat ein großer Verlag eine Bloggeraktion auf seiner Facebookseite gepostet und zudem seinen Kontakten eine Mail geschrieben. Es gab 100 Bücher abzustauben gegen einen kleinen Beitrag. Wenn man denn schnell genug war.

Buchblogger sind inzwischen viele unterwegs, eine solche Aktion bringt natürlich Reichweite, man ist mit immer der selben Leseprobe auf zig Blogs. Wer auch immer den Verlag da beraten hat, ich sehe es Kritisch. Blogger sind keine Profis, sie kennen sich oftmals nicht mit Double-Content aus. Wissen nicht das Google so etwas abstraft und ihr Blog somit schlechter auffindbar ist. Das kostet Reichweite, auch wenn Reichweite für viele Blogger nicht so wichtig ist, Verlage schauen darauf. Aber auch der Verlag wird abgestraft, der Link wohin diese unzähligen Blogs verlinken.

Was aber in meinen Augen viel schlimmer ist, ist diese schier unendliche Zahl an tollen Meinungen die für mich das Buch persönlich komplett uninteressant machen. Es wurde bereits so hoch gejubelt das ich es über bin. Ich möchte das Buch weder noch sehen noch etwas davon hören.

Was mich aber zudem aufregt ist wie mit solchen Aktionen Blogger ausgenutzt werden. Sicher haben sie so Content und bekommen, wenn sie schnell genug waren, evtl. auch ein Buch. Wie ich gehört habe war der Andrang wohl so groß das viele leer ausgingen. Die Blogger haben dann aber schon ihre Zeit und auch den Platz für den Beitrag auf ihrem Blog kostenfrei zur Verfügung gestellt. Hätte der Verlag eine Kampagne bezahlen müssen mit einer solchen Reichweite in so kurzer Zeit wäre es weitaus teurer geworden. Selbst wenn sie die Blogger fair bezahlt hätten je nach Reichweite und Blogalter, etc..

Dies ist übrigens auch der Grund warum ich an solchen Dingen nicht mehr teilnehme. In meiner „Bloggerjugend“ habe ich sicher auch ein oder zwei mal mitgemacht, aber sehr schnell das Gefühl gehabt nur ausgenutzt zu werden. Ich hoffe das Verlage einsehen das auch Buchblogger, Zeit und Geld investieren um ihren Lesern immer wieder neues zu bieten. Viele, wie ich auch, freuen uns über Rezensionsexemplare und möchten gar nicht mehr „verdienen“, wir zahlen jährlich drauf damit wir für die Verlage Werbung machen dürfen. Für die Bücher die wir lesen und die wir lieben. Aber wenn man etwas zusammen macht sollte ein Zusammenarbeit auf Augenhöhe stattfinden, nicht das eine Seite ausnutzt wird um noch mehr Profit zu machen. Wir Buchblogger sind ein komisches Volk. Beauty und Fashionblogs lassen sich ihre Posts gerne bezahlen, ich habe auf PURE GLAM eine Liste gesehen wonach ich 500-750€ je Beitrag nehmen sollte. Wenn ich an den Bürokrieg mit der Buchhaltung denke sage ich aber nein dazu. Aber nur mal als Einschätzung was Verlage für kostenfreie Werbung sparen. Rechnet euch mal anhand der Liste aus was der Verlag gespart hat. Nehmt einen Durchschnitt. Deswegen bin ich so aufgeregt.

Was haltet ihr von solchen Aktionen?

Frankfurter Buchmesse 2015 – Das große abgreifen oder auch Blogger- und Lesertreffen extrem

Die Frankfurter Buchmesse 2015 hat ihre Tore geschlossen. Viele Blogger verfassen nun ihre Beiträge. Hier wird gelobt,  die Ausbeute gezeigt und gezeigt was man den in den Tagen ergattert hat. Egal ob gekauft, geschenkt bekommen, erschnorrt oder gar geklaut. Letzteres würde man natürlich nie öffentlich zugeben.

Auf Buchmessen gibt es mittlerweile auch viele Bloggertreffen. Denn Verlage haben inzwischen gelernt, dass auch Blogger eine Reichweite haben und sind somit in deren Blickfeld als mögliche Werbepartner gerutscht. Fast jede andere Werbequelle ist weitaus teurer als der Blogger der sich für ein Buch hin setzt und dieses liest und bespricht. Evtl. gibt es ab und an ein Goodie oben drauf. Auf der Buchmesse sind seit einigen Jahren auch immer mehr Bloggertreffen sehr beliebt bei Verlagen. Die Idee dahinter ist sehr schön. Ein Verlag lädt viele Blogger zu einem Zeitpunkt ans einen Verlagsstand ein. Oftmals werden in dieser Menge noch einige Autoren ausgesetzt. Man will ins Gespräch mit den Bloggern kommen.

Warum ich diese Treffen anspreche? Nein,  nicht weil es immer mehr werden. Vielmehr weil mir dieses Jahr diese Treffen sehr aufgestoßen sind.

Ich habe an einem reinen Bloggertreffen und an einem Treffen für Leser und Blogger teilgenommen. Leider waren beide nicht optimal. Das erste war Mittags, ein Eat and Greet. Hier kamen schätzungsweise 150 bis 200 Blogger auf einen Verlagsstand. Die Veranstaltung war für einen Zeitraum von 2 Stunden geplant. Das alle Blogger direkt dann kamen sobald die Eröffnung war, bzw. schon früher da waren hatte der Verlag vermutlich nicht gedacht. Denn Blogger sind ein pünktliches Völkchen und eher eine halbe Stunde früh. Denn man könnte ja nix mehr ab bekommen. Ich muss gestehen das auch ich relativ früh dran war und kurz nach Veranstaltungsbeginn da war (keine 5 Minuten). Jedem Blogger wurde eine „Goodie-Bag“ in die Hand gedrückt mit einem Buch aus dem Verlagsprogramm. Ich muss ehrlich sagen, klar freue ich mich auch über eine solche Tasche, wer würde es nicht tun? Wenn man dann mal die Arbeit bzw. auch die kosten hoch rechnet sieht man auch wie wichtig wir scheinbar den Verlagen auch schon geworden sind. Kurz nach Beginn hat eine Mitarbeiterin versucht mit bloßen schreien 200 Blogger zu begrüßen. Auf einer Messe mit so vielen rund herum Geräuschen eine Mammut Aufgabe. Sie freute sich das wir so Zahlreich gekommen sind und erwähnte das auch einige Autoren da wären. Welche? Hmm, das sagte sie nicht. Die Autoren hatten auch nicht, wie die Blogger, ein Erkennungszeichen. Blogger sind ja umtriebig und erkannten die Autoren auch so, denn die meisten Gesichter sind Bloggern bekannt.

Das Problem an der ganzen Geschichte war aber, das man sich nicht wirklich bewegen konnte. Denn 200 Blogger auf einem Stand + Verlagspersonal + Autoren + normale Messebesucher = Sardinenbüchse. Es war also eher ein Verschieben. Ein Gespräch war nicht wirklich möglich, denn jeder schrie jeden an. 200 Blogger wollten den Verlagsmitarbeitern hallo sagen. Mit den Autoren sprechen wollten auch 200 Blogger + Foto machen. Evtl. entstehen durch dieses Treffen noch weitere Interviews im Nachgang oder andere Kooperationen. Aber vor Ort wäre nichts dergleichen möglich gewesen. Ich muss gestehen, nach 30 Minuten war ich dort weg. Denn es war einfach zu eng. Ich habe es weder geschafft mit einem Verlagsmitarbeiter zu sprechen noch mit einen der Autoren.

Da meckern einfach ist, ist die Frage berechtigt wie ich denke das es besser gewesen wäre. Ganz einfach. Die Blogger zeitlich strecken. Wenn man einen Zeitraum von 2 Stunden ansetzt im halb Stunden Takt verteilen. Also so das immer einige nach kommen und die ersten schon wieder weg sind. Zudem habe ich persönlich z.B. auch immer ein Interesse auf das nächste Programm schon mal vorab einen Blick werfen zu können. Denn dann können wir Blogger und auch schöne Spezial zu Büchern ausdenken die uns interessieren. Ideen lassen sich nicht immer aus dem Ärmel schütteln, wenn man da mal 8 Wochen Vorsprung hat oder gar mehr bevor eine Vorschau offiziell raus kommt kann man sich was überlegen bzw. Ideen können reifen. Bloggen ist nämlich auch Arbeit und nicht nur vergnügen. Zudem könnte man im kleinen Kreis Autoren besser ausfragen zu Büchern, wenn man dann ein Buch des Autors liest kann man gut auf Hintergrundwissen aus einem solchen Gespräch zurück greifen. Was sicher für Verlage nicht möglich ist, Blogger einzeln zu beraten. Ich hatte vor einigen Jahren div. Verlage angefragt, die sich auch alle Zeit für mich genommen hatten. Zu dem Zeitpunkt war die Bloggerdichte noch nicht so hoch. Heute wäre es nicht mehr so möglich. Mir wurde erzählt, dass sich 1000 Blogger akkreditiert hätten.

Ich war, wie oben geschrieben aber noch auf einem zweiten Treffen einer großen Plattform für Bücher im Internet. Es handelte sich hierbei um ein Blogger- und Lesertreffen. Kurz Blogger und Leser wurden zusammen eingeladen. Geplant wurde auf einem „normalen“ Stand. Es gab auch hier wieder Goodie Bags. Es war schon bevor es los ging viel zu voll. Es war schon gefährlich voll würde ich sagen. Es gab ein Megafon mit dem man aber nicht alle erreicht hat. Es wurden einige Fotos gemacht fürs www und kurz erwähnt das Autoren sich einen Luftballon abholen könnten damit man sie erkennt. Was mir aber dann sorgen machte war die Verteilung der Goodie Bags. Die Menge stob zur Ausgabestelle und drängelte sich um den kleinen Stand wo einige Mitarbeiter standen, einige wägten schon vorab ab wo wohl die Ausgabe stattfinden würde. Es wurde gedrückt, geschoben, ausgekeilt. Ich stand immer noch an derselben Stelle wo ich vorher stand und somit ganz hinten. Wobei es kamen noch mehr von hinten. Es verwundert mich das es keine Verletzten gegeben hat. Diejenigen die einen Beute ergattert hatten, sind schnell weg, wenn sie denn aus der Masse kamen. Es waren über 500 Menschen! Denn so viele Goodie Bags gab es und sie hab bei weiten nicht gereicht. Sicher standen dann noch 200 Menschen dort. Es war eng, sehr eng. Ich las schon das andere von einer Loveparade 2.0 schrieben und das es reines Glück war das nicht mehr passiert ist. Ich muss leider ehrlich sagen, auch ich bin froh das nicht mehr passiert ist, aber selbst würde ich es mit der Loveparade vergleichen. Neben mir Stand eine Mutter mit ihrer Tochter im Grundschulalter. Sie versuchte ihre Tochter nur noch in Sicherheit zu bringen, es war aber kaum möglich da von hinten immer mehr Leute nach drängten. Sie stellte sie darauf hin auf eine Sitzgelegenheit und ermahnte sie immer wieder dort zu bleiben. Denn es wurde keine Rücksicht genommen. Die Menschen sahen nur noch Goodie Bags. Die Masse löste sich auf als es hieß es wäre nix mehr da, schneller als man gucken konnte. Das aber noch Autoren da waren und auch das Team das sich gerne mit den Gästen unterhalten hätte, das war den Menschen egal. Es gab schließlich was umsonst. Ich sah z.b. Christine Vogeley allein da sitzen. Allein mit ihrem Ballon, zuerst auch noch mit ihrem Buch „Die liebe zu so ziemlich allen“ in der Hand, ein Buch welches auf meiner Wunschliste steht, es sich aber noch keine Gelegenheit ergeben hat dieses zu lesen. Ich muss gestehen das ich keine Idee hatte wie ich sie Sinnvoll ansprechen sollte. „Hallo Frau Vogeley, Ihr Buch steht auf meiner Wunschliste. Wie gefällt Ihnen ihr Buch? Ist es lesenswert?“ hätte ich ja kaum sagen können. Daher habe ich es gelassen. Auch wenn ich hier oft den Mund auf mache, bin dich doch relativ schüchtern im realen Leben. Eine andere Autorin sprach mich dafür umso mehr an, ob ich nicht ein Lesezeichen von ihr haben möchte, ich winkte dankend ab mit der Begründung das ich von werliestwannwo.de ja noch 5000 fast hier rum liegen hätte. Sie ging kurzfristig sogar davon aus das ich Autorin bei einem großen Verlag wäre, ich verneinte dies natürlich sofort. Ich muss gestehen, dass ich sogar froh war kein Lesezeichen von ihr genommen zu haben, denn ich erkannte sie später auf Fotos wieder. Sie ist die Autorin gewesen die Aufgrund der „Platzhalter-Affäre“ eine unschöne Bekanntheit erlangt hat. Auf diesem Treffen bin ich anschließend noch mehr ins Gespräch gekommen als beim ersten. Aber es war leider weitaus gefährlicher, auch wenn das erste schon voll war.

Ich weiß das ich mich in diesem Beitrag mal wieder mitten ins Kreuzfeuer stelle jener die gerne gegen alles schießen, vermutlich werden auch diverse Blogger aufgrund dieses Beitrags über mich herfallen. Aber macht gerne, ich blogge seit über 5 Jahren und ich muss ehrlich sagen das ich mich lange nicht so fern von der Bloggerwelt gefühlt habe wie in den letzten Monaten. Nicht weil mir das bloggen keinen Spaß mehr macht, sondern weil mir diverse Dinge einfach auf den Geist gingen, vermutlich bin ich für diese Dinge einfach zu Alt geworden. Ich habe mich immer weiter zurück gezogen, vieles ausgeblendet, weil ich weiterhin meinen Spaß haben wollte an meinem Hobby. Aber leider hat die Buchmesse mal wieder die Abstaubermentalität mir vor Augen geführt. Es waren nicht nur Blogger, ganz klar. Gerade das öffentliche schnorren habe ich dieses Mal nur 1x mitbekommen. So wenig wie nie innerhalb der letzten Messen, aber die Bloggertreffen sind scheinbar das neue schnorren, bzw. kurz hin, abgreifen und schnell wieder weg. Das Gefühl hatte ich. Es ging gefühlt bei vielen nur darum die Goodie Bag einzusammeln, nicht darum die Chance zu nutzen mal das Gesicht hinter einer Mailadresse kennen zu lernen. Ich hoffe das der Trend der Verlage auf uns Blogger zu zugehen anhält und sie durch jede Messe und jedes Aufeinandertreffen lernen was wir möchten bzw. brauchen. Noch schöner wäre es natürlich wenn es noch mehr Dialog gäbe zwischen Bloggern und Verlagen, wie sie uns beim Bloggen unterstützten können. Damit meine ich nicht mit Büchern oder Goodies, sondern einfach mit Informationen die uns helfen für euch tollen Content zu erstellen die nur jemand schaffen kann der mit dem Herzen bei einer Sache dabei ist.

Die neuen modernen Fortsetzungsromane – „Die Auslöschung der Mary Shelley“ von Marc Buhl

Ich bin ja immer auf der Suche nach neuen literarischen Abenteuern. Dabei geht es nicht nur um neue Bücher. Es geht auch darum lesen neu zu entdecken und "buchhandel.de/wenn ich dann etwas entdecke dann muss ich es natürlich ausprobieren.

Kürzlich entdeckte ich das Konzept von Blink Books. Hier ist es so das ein Buch eine Art „Fortsetzungsroman“ ist. Aber nicht im alten und klassischen Sinne, sondern moderner. Das Buch und die Protagonisten schwappen aus dem Buch heraus und erzählen ihre Geschichte weiter nachdem das Buch geendet hat. Egal ob auf einem eigenen Blog, Facebook oder Instagram.

Ich habe mir Die Auslöschung der Mary Shelley genauer angesehen und muss sagen mir gefällt das Konzept. Ich muss aber auch ehrlich sagen das mich das Buch nicht in seinen Bann ziehen konnte. Was aber meine ganz persönliche Empfindung ist. Ich habe aber trotzdem die Geschichte weiter verfolgt, zumindest ein wenig. Und muss sagen, es wurde perfekt umgesetzt. Wer jetzt sagt, es gab schon Buchfiguren auf Facebook oder anderen sozialen Medien gab, dem muss ich recht geben. Was ich aber noch nicht bisher entdeckt habe ein Konzept das so gut aufeinander abgestimmt war. Mit Blog, Videos, Facebook und Instagram und weiteren Büchern. Denn oft frage ich mich ja immer was aus den Protagonisten geworden ist wenn ich die letzte Seite umgeschlagen habe. Denn jedes Buchende wirft bei mir 1000 Fragen auf, hier wurden sie beantwortet. Ich konnte sie mir selbst beantworten indem ich der Spur der Mary Shelley folgte.

Ich hoffe das Blink Books vielleicht nochmal ein  Buch so umsetzt. Die Idee dahinter finde ich wahnsinnig spannend, leider war nur das Buch für mich persönlich noch nicht das richtige.